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Tübingen

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Ko-Existenzen: Künstlerin Sophie Godzik stellt die Biene in den Mittelpunkt

Das Neue Kunstmuseum Tübingen zeigt, parallel zur aktuellen Janosch-Ausstellung, jetzt auch Werke der Künstlerin und Kunsthistorikerin Sophie Godzik.

Sowohl in ihrer Dissertation als auch in ihrer künstlerischen Arbeit stellt die junge Frau die Biene in den Mittelpunkt. "Ich habe 2024 einen Imkerkurs gemacht in Münsingen vom Imkerverein und ja, das Thema hat mich dann nicht mehr losgelassen", erklärt Sophie Godzik.

Das Ergebnis ist die Ausstellung „Ko-Existenzen". Der erste Teil ist die Projektion. Druckgrafiken zeigen das Miteinander von Tier und Mensch. Der zweite Teil ist die Metamorphose. Frauen, die mitten in der Verwandlung stecken vom Mensch zur Biene – oder von der Biene zur Frau.

"Die Biene ist ja auch ein Matriarchat", so Godzik. "Daher sehen wir ganz viele Arbeiterbienen in menschlicher Form beziehungsweise auch die Bienenkönigin, spielt vielleicht auch so ein kleiner Kindheitstraum mit, weil wenn ich als Kind gefragt wurde, welche Superkraft ich gern hätte, dann habe ich immer gesagt: Das Fliegen."

Auch Materialien wie Blattgold kommen hier zum Einsatz. Denn Honig wird ja auch flüssiges Gold genannt. Der dritte Teil ist die Kollaboration. Ein Experiment, in dem die Künstlerin die Bienen in den schöpferischen Prozess mit einbezog. 

Sophie Godzik: "Ich wollte wissen: Wie kann man in der Kunst auf einer ethisch moralischen Basis mit Tieren zusammen arbeiten und künstlerische Werke erschaffen? Ich habe dazu Rähmchen selbst ausgeschnitten und die in einen Bienenstock gesetzt, und die Bienen haben die dann überbaut."

Dabei hielten sich die Bienen nicht an den von der Künstlerin geschaffenen Rahmen, sondern sie bauten auch außen an.

Und hier ist anfassen ausnahmsweise mal erlaubt. Die Besucher dürfen echte Bienenwaben vorsichtig berühren. „Ko-Existenzen – Das Tier, das wir sehen" - noch bis zum fünften Juli im Neuen Kunstmuseum Tübingen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 09.04.26 - 15:30 Uhr   -   106 mal angesehen)

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