Neue Erkenntnisse zu den letzten Neandertalern
Laut neuen Erkenntnissen der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Universität Tübingen lassen sich die letzten Neandertalerpopulationen Europas auf eine einzelne Gruppe zurückführen.
Nachdem die Neandertaler vor 400.000 bis 40.000 Jahren in Europa dominant waren, starb eine Mehrheit von ihnen in einer Eiszeit vor grob 75.000 Jahren aus. Als es vor rund 65.000 Jahren wieder wärmer wurde, stiegen die Bevölkerungszahlen temporär wieder an.
Laut Hinweisen aus Mitochondrien-DNA lassen sich diese späten Neandertaler auf eine einzelne Gruppe aus einem Refugium in Südwestfrankreich zurückverfolgen. Die geringe genetische Vielfalt könnte beim Ende der Neandertaler und der Machtübernahme des Homo Sapiens vor 40.000 Jahren eine Rolle gespielt haben.
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