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Albstadt-Tailfingen

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"Sieht aus wie in der Ukraine" - Drei Tote nach Explosion

Durch eine Gasexplosion am frühen Donnerstag-Morgen ist in Albstadt-Tailfingen ein Wohnhaus eingestürzt. Die drei Bewohner, ein sechsjähriges Kind und ihre 33 und 30 Jahre alten Eltern, sind dabei ums Leben gekommen. Auf einer Pressekonferenz informierten Stadtverwaltung und Rettungskräfte über die Hintergründe und die anlaufenden Bergungsarbeiten.

Auch sieben Stunden nach der Explosion hängt der Geruch von verbranntem Kunststoff und Metall in der Luft rund um die Josefstraße in Albstadt-Tailfingen. Kurz nach fünf Uhr ging bei der Feuerwehr ein Alarm der Stufe F5 ein – die höchst mögliche Alarmstufe, so ein Sprecher der Feuerwehr bei der Pressekonferenz. 

Mindestens genauso drastisch ist auch die Einschätzung anderer Einsatzkräfte. Markus Haas ist seit 2016 Geschäftsführer des DRK-Verbands im Zollernalbkreis. So etwas Erschreckendes hat er laut eigener Aussage aber noch nie zuvor gesehen. "Vor Ort hat sich dann eben das dramatische Bild geboten, dass das Gebäude komplett zusammengefallen war und auch die umliegenden Häuser beschädigt waren, Fenster geborsten waren. Die Dächer sind zum Teil runtergekommen. Und man hat dann massiv nachgeordert", erklärt der Geschäftsführer des DRK Kreisverbands Zollernalb.

Auch der Albstädter Oberbürgermeister Roland Tralmer zeigt sich bestürzt. Er zitiert eine vor Ort anwesende DRK-Einsatzkraft mit den Worten: "Es sieht hier aus wie in der Ukraine."

Die Explosion hat 9 umliegende Häuser beschädigt. Deren Bewohner wurden in einer nahegelegenen Sporthalle zur medizinischen und psychologischen Versorgung untergebracht. Die Gasleitungen in der Straße sind mittlerweile zwar abgedreht, trotzdem müssen weitere Gefahrenherde ausgeschlossen werden. Eine Schnelleinsatzgruppe zur Betreuung der Anwohner und der Angehörigen kümmert sich unterdessen um die Betroffenen.

"Im Verlaufe, was doch eine psychisch sehr herausfordernde Situation ist, sind bis jetzt drei Personen kollabiert, die auch einfach mit der Situation nicht klarkommen – voll verständlich. Und da sind wir natürlich dann auch mit dem Rettungsdienst und auch mit Notärzten vor Ort", erzählt Markus Haas von der Arbeit mit den Betroffenen in der Sporthalle.

Neben beruflichen und freiwilligen Kräften des Deutschen Roten Kreuzes waren auch Einsatzkräfte des Malteser Hilfsdienstes zur Stelle. Zur Suche der verschütteten Anwohner rückte eine Staffel spezieller Trümmerhunde des Technischen Hilfswerks Backnang an. Ein riesiges Aufgebot, wie Michael Schaal von der Polizei Reutlingen verrät.

"Also vorhin hatten wir eine Zahl von über 200 Einsatzkräften aller Rettungsdienste. Die Polizei ist hier vor Ort mit dem Kriminalkommissariat Balingen, die die Ermittlungen führen. Es ist aber natürlich auch das Polzeipräsidium Einsatz mit Kräften vor Ort. Und natürlich auch hier Kräfte des Polizeireviers Albstadt und der umliegenden Reviere", so Michael Schaal.

Bei den Bergungsarbeiten haben Stadt und Rettungskräfte keine Mühen gespart. Auch die Feuerwehr war mit mehreren Stabstellen von Balingen bis Mengen im Kreis Sigmaringen vor Ort.

(Zuletzt geändert: Freitag, 09.01.26 - 16:40 Uhr   -   907 mal angesehen)

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