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Tübingen

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Hendrik Bednarz: „Es hätte schlimmer kommen können“

Keinen leichten Start hatte Hendrik Bednarz als Landrat vor gut einem Jahr, als er, als eine seiner ersten Amtshandlungen, den Haushaltsplanentwurf für 2026 in den Kreistag eingebracht hat. Jetzt steht er dieser Aufgabe ein zweites Mal gegenüber - und sie bleibt herausfordernd. Wo muss gespart werden, welche Investitionen sind möglich und wie entwickelt sich die finanzielle Belastung für die Städte und Gemeinden? Das sind die großen Fragen, denen sich sich Bednarz gestellt hat.

Nicht ständig Kritik üben und den Fokus nicht immer nur auf das Negative legen. So will Hendrik Bednarz sein zweites Jahr als Landrat des Kreis Tübingen angehen.

Ein Motto, dass sich auch mit Blick auf den Haushaltsentwurf für das nächste Jahr anwenden lässt. Auch für den Landrat ist dieser alles andere als zufriedenstellend, ob früherer Prognosen aber erträglich.

"Naja, es hätte schlimmer kommen können. Wenn wir die laufende Finanzplanung anschauen, dann weist sie eine Kreisumlage für 2027 in Höhe von 39,4 Prozent aus. Das wäre natürlich ein absolutes No-Go gewesen" berichtet Bednarz.

Über das letzte Jahr hinweg habe man sich deshalb Gedanken gemacht, wie man auch die eigene Verwaltung modernisieren könne, um Einsparziele zu erreichen. Ins Auge gefasst habe man dahingehend die Eingliederungs- und die Jugendhilfe, aber auch den Personalbereich.

"Es geht immer darum, welche Ziele wir mit unseren Leistungen erreichen wollen und: Schaffen wir das auch mit den gegebenen Leistungen? Sprich, wir müssen Leistungen überprüfen und immer auf die Ziele orientieren. Dadurch werden wir Einspareffekte realisieren können, da sind wir sicher. Einen Teil haben wir tatsächlich schon im laufenden Entwurf drin" so Bednarz.

Bereits in der Vergangenheit und aktuell habe man Einsparungen am ÖPNV vorgenommen. Die Qualität dürfe darunter aber nicht leiden, viel mehr gehe es um Details. Die bisherigen Einsparungen hätten sich – in ihrer Gesamtheit – bereits bezahlt gemacht.

"Acht bis zehn Millionen können wir beisteuern und das bewirkt natürlich schon, dass sich die Kreisumlage bei weitem nicht in den Regionen bewegen wird, wo es sich abgezeichnet hat noch letztes Jahr, nämlich diese 39,4 Prozent" so der Landrat.

Auf 34,72 Prozent beläuft sich der Hebesatz laut Entwurf. Das heißt, im Vergleich zum Vorjahr bleibt dieser nahezu unverändert Konkret liegt die Kreisumlage bei etwas über 163 Millionen Euro.

Auf rund 11 Millionen liegt das Investitionsvolumen. Verwendet werden sollen die Gelder für die Radwege- und Straßeninfrastruktur, den Bildungssektor und den Wohnungsbau.

"Dank des Sondervermögens des Bundes haben wir die sogenannten LUKIF-Mittel zur Verfügung. Der Landkreis Tübingen kann da auf insgesamt 47 Millionen Euro zurückgreifen. Hinzu kommen weitere Fachförderungen, [...], möglicherweise die Klimaschutzmilliarde, die das Land verteilen möchte" blickt Bednarz voraus.

Stichwort Klimaschutz: Auf diesem Gebiet will der Landkreis auch dahingehend vorankommen, in dem er seine Gebäude energetisch ergänzt und aufrüstet.

Alles in allem stehen für den Landkreis aber auch 2027 rote Zahlen zu Buche: Erträgen von 384,4 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 385,4 Millionen Euro gegenüber. Den Haushaltsentwurf hat Landrat Bednarz am Mittwoch in den Kreistag eingebracht.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 14.10.26 - 15:35 Uhr   -   211 mal angesehen)

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