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Albstadt

Foto: RTF.1
Ausstellung „Smash“ von Matija Pispek im Kunstmuseum

Matija Pispek wurde 1974 in Berlin geboren. Aus einer kroatischen Familie stammend verschlug es ihn kurz vor der Jahrtausendwende nach Stuttgart, wo er studierte und seinen Weg in die Kunst fand. Nachdem Pispek in der jüngeren Vergangenheit bereits Beiträge zu mehreren Ausstellungen geleistet hat, widmet ihm das Kunstmuseum Albstadt zur Zeit erstmals eine repräsentative Einzelausstellung. „Smash“ - zu deutsch: zerschmettern - lautet der Titel. Wir haben Matija Pispek am Donnerstag vor Ort getroffen.

In die Höhe ragende Fäuste, eine Ansammlung menschlicher Beine und Werkstitel wie „Ten chilling men – in diesem Fall etwa: „Zehn erschreckende-" oder „zehn fröstelnde Männer" begegnen einem beim Gang durch die Ausstellung „Smash".

"Das Leitthema der Ausstellung ist – wie der Titel schon sagt – Smash. Also etwas Zerstörerisches und Fragmentiertes in meinen Bildern – und das Männerbild, das ich eben gesellschaftlich tatsächlich hinterfrage, im Zuge auch von diesem Aufkommen von Mixed Martial Arts, was politisch immer populärer wird" erläutert der Künstler.

Die Vollkontakt-Kampfsportart Mixed Martial Arts vermischt sich in Pispeks Werken auch mit pornografischen Elementen. Zu sehen sind immer nur Körperfragmente wie Arme, Hände oder Beine.

"Das eine ist die fragmentierte Präsenz – so nenne ich es. Also dass wir durch die Nutzung der Medien eine fragmentierte Sichtweise haben. Das versuche ich, in den Bildern gestalterisch einzufangen und aufzubauen – kompositorisch und gestalterisch – eben durch die Zersplitterung von Körpern und von Formen. Zum anderen geht damit auch einher, dass wir unsere Männlichkeit, die Identität, auch hinterfragen" so Pispek.

Klare Gesichter sucht man auf Pispeks Werken vergeblich. Das liegt daran, dass er in seinen Werken das Männlichkeitsbild im Allgemeinen hinterfragt. Die Kritik soll nicht mit einem Individuum verbunden werden.

Inspirationsquellen für seine Werke holt sich Pispek aus Fotos und Videos aus dem Internet und malt die Bilder dann live. Aber auch er selbst ist schon Modell für seine Werke gewesen. Dabei kann es durchaus passieren, dass er mehrere Bilder gleichzeitig malt.

"Ich führe jetzt nicht ein Bild aus, sondern ich arbeite parallel auch an mehreren Bildern. Dann lasse ich die mal ruhen – manche Bilder - und arbeite an anderen Bildern weiter. Dann hole ich die Anderen wieder hervor und mache dann wieder weiter" erzählt Pispek.

Möchte man Pispeks Gemälde einordnen, findet man Verknüpfungen verschiedener Traditionen wie dem Realismus, der Plastizität des Manierismus oder die Bewegungssprache des Futurismus.

Im Kunstmuseum Albstadt ist die Ausstellung „Smash" noch bis zum 29. November zu sehen. Der Eintritt kostet 8- oder ermäßigt 6 €. Für unter 18-Jährige ist der Eintritt frei.

(Zuletzt geändert: Freitag, 25.09.26 - 16:03 Uhr   -   152 mal angesehen)

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