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Reutlingen

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Licht und Schatten bei den Kreiskliniken

Bürokratische Hürden waren und sind bei den Kreiskliniken Reutlingen eines der bestimmenden Themen. Das zeigte sich bei der Jahresabschlussbilanz für das vergangene Jahr, die die Kreiskliniken am Montag gezogen haben. Aber auch aktuelle Themen, wie das kürzlich im Bundestag beschlossene Beitragssatzstabilisierungsgesetz treiben den Verantwortlichen Sorgenfalten auf die Stirn.

Sowohl Licht als auch Schatten zeichnen sich aktuell im Blickfeld der Reutlinger Kreiskliniken ab. Das Gute: Der letzte Jahresabschluss habe gezeigt, dass sich die Kliniken im operativen Ergebnis verbessert haben.

Laut Geschäftsführer Dominik Nusser ein Indiz dafür, dass man – Zitat – mehr könne und mehr geschafft habe. Immerhin sind die betrieblichen Erträge im Vorjahresvergleich um 20,7 Millionen Euro gestiegen.

"Gleichzeitig haben wir aber das Problem, dass eben die Kosten in viel schnellerem Ausmaß steigen als wir tatsächlich die Leistung hochziehen können. Das führt dazu, dass wir im Ergebnis immer noch ein Problem haben und insbesondere jetzt auch mit dem neuen Gesetz erhebliche Probleme bekommen werden" kommentiert Nusser.

Gemeint ist das neue Beitragssatzstabilisierungsgesetz, dass vor wenigen Wochen im Bundestag unter Ex-Gesundheitsministerin Nina Warken beschlossen wurde. Er hätte sich gewünscht, dass man im Vorfeld mit den Kliniken besprochen hätte, welche Maßnahmen auch wirklich wirken, sagt Nusser.

"Wir müssen auch die Möglichkeit haben, dann in den Strukturen reagieren zu können. Also wenn wir Kosten runter bringen wollen, brauchen wir weniger Vorgaben. Wir haben unheimlich hohe Regularien in den Krankenhäusern. Also beispielsweise: Wie viel Personal müssen wir vorhalten? In welcher Qualität müssen wir es vorhalten? In wie vielen Schichten müssen wir es vorhalten? Wir haben unheimlich viel Bürokratie mit Meldepflichten und dergleichen" so der Geschäftsführer weiter.

Neben der vielzitierten Bürokratie stellt die finanzielle Situation der Kliniken auch für den Landkreis ein Problem dar. Denn dort sind die Kassen, wie auch in den Städten und Gemeinden – klamm.

"Tatsächlich müsste der Bund zu zuallererst seiner gesetzlichen Aufgabe nachkommen und den Betrieb der Kliniken auskömmlich finanzieren. Die Situation haben wie jetzt schon – bisher. Und daraus resultiert auch ein negatives Ergebnis – auch in diesem Jahr an den Kliniken – das wir dauerhaft nur über die Belastung der Städte und Gemeinden refinanzieren können" so Fiedler.

Man brauche die Unterstützung des Landes, um die Defizite zu verringern. Aus eigener Leistung sei das laut Fiedler unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 29.07.26 - 15:32 Uhr   -   191 mal angesehen)

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