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Tübingen

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„Meilenstein für Trinkwasserversorgung“

Gerade an heißen Sommertagen wird es deutlich: Trinkwasser wird immer und überall gebraucht. Um dieses auch weiterhin für alle zugänglich zu machen, bauen die Stadtwerke Tübingen - kurz: swt unweit der Stadt einen neuen Wasser-Hochbehälter. Auf der Anhöhe zwischen Derendingen und Weilheim gehen die Arbeiten aktuell in die letzte Phase.

Das angebotene Glas Wasser nahm Oberbürgermeister Boris Palmer dankend an, als er am Vormittag die Anhöhe erreichte, wo die Stadtwerke den neuen Wasser-Hochbehälter „Käppele" bauen lassen.

Noch sind die beiden Kammern im Inneren leer. Rund zwei Millionen Liter Trinkwasser sollen sie fassen, sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Profitieren soll davon vor allem der Süden der Stadt.

"Die Stadt ist insgesamt in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gewachsen, aber der Schwerpunkt lag im Süden der Stadt. Deswegen liegt dieser Behälter auch entsprechend im Süden. Er hat die Aufgabe, hier natürlich eine stabile Wasserversorgung zu gewährleisten, die modernsten Standards zu erfüllen und auch das zukünftige Wachstum der Stadt abzusichern" so swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke.

Bei der Standortwahl noch entscheidender als der Platz im Süden war die Höhe, auf der sich der Behälter befindet. 387 Meter über Normalhöhennull waren nötig.

"Unser Hauptwasserbehälter, das ist der Wasserbehälter „Sand" auf der Nordseite von Tübingen, liegt ungefähr auf der gleichen Höhe wie der neue Wasserbehälter „Käppele". Der Wasserspiegel vom Wasserbehälter „Sand" wird dann zwei Meter höher liegen als der maximale Wasserspiegel hier. Dadurch haben wir das System der ausgleichenden Röhren. Der Wasserspiegel kann sich dann, ohne groß pumpen zu müssen, ausgleichen" erläutert Projektleiterin Romy Schimpf.

Bereits sichtbar ist die Wasserleitung, die das Wasser vom Behälter aus einmal in die Stadt leiten soll. Sämtliche Technik sowie die Rohrleitungen, die in den Behälter kommen und im Rohrkeller verbaut werden, fehlen allerdings noch.

Boris Palmer zeigte sich vom jetzigen Stand der Arbeiten in jedem Fall beeindruckt: "Es ist topmoderne Infrastruktur. Hier kann man sehen, dass in Deutschland auch noch etwas möglich ist und etwas geht. Ein Wasserbehälter, eine neue Hauptleitung, eine sichere Wasserversorgung für Tübingen für Jahrzehnte in bester Qualität. Da kann man stolz drauf sein. Herzlichen Dank an unsere Stadtwerke dass sie dafür sorgen, dass wir jeden Tag Wasser aus dem Hahn bekommen".

Der Hochbehälter sei dabei aber kein Luxus, sondern eine Versicherung für die Stadt, so Palmer. Bereits fertig sind hier die Roh- und Erdarbeiten. Auch die Aufschüttungen seien bereits abgeschlossen, das Gebäude an sich ist von außen gar nicht mehr sichtbar.

"Wir liegen im Zeitplan. Es läuft alles wie geplant. Jetzt, wo wir den Behälter im jetzigen Zustand gesehen haben bin ich auch sehr froh, wie sich das entwickelt hat. Sie sehen, die ganze Anlage ist wunderbar in die Landschaft eingebettet und wenn sie noch begrünt wird, wird sie von außen kaum zu sehen sein, aber sie erfüllt eine ganz wichtige Funktion für unser Wassernetz" so Wiebecke.

Verläuft weiterhin alles nach Plan, soll der Wasser-Hochbehälter „Käppele" bereits im Frühjahr 2027 in Betrieb genommen werden.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 02.07.26 - 17:21 Uhr   -   140 mal angesehen)

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