Zeitgleicher Angriff auf Stromversorgung? Ermittlungen auch in Bayern
Der Brand in einem Umspannwerk in Reutlingen war nicht der einzige Schaden an kritischer Infrastruktur am Montagmorgen: Auch im bayerischen Regensburg brannten etwa zeitgleich ein Trafo und Kabel. Der Staatsschutz ermittelt und prüft Zusammenhänge mit Reutlingen.
Zwei Tage nach dem Brand im Umspannwerk Reutlingen-West und dem großflächigen Stromausfall sind alle Haushalte und Betriebe in und um Reutlingen wieder am Netz. Bereits am Dienstag konnte die Versorgung fast aller betroffenen Kundinnen und Kunden provisorisch wiederhergestellt werden. Mittwochabend folgten auch die verbliebenen rund 50 Mittelspannungsanschlüsse.
Die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer im Reutlinger Umspannwerk gelegt wurde. Nun wurde bekannt, dass auch in Bayern der Staatsschutz ermittelt. Hier brannte am Montagmorgen fast zeitgleich ein Trafo an einem Donauwehr. Zahlreiche Kabel seien beschädigt oder zerstört worden.
Auch dieser Brand wurde möglicherweise vorsätzlich gelegt, berichtet die Mediengruppe Bayern. Diesem Verdacht geht demnach die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft in München nach. Mögliche Zusammenhänge mit Reutlingen würden geprüft.
Zuvor waren nahe Regensburg auch Strommasten angegangen worden - hier sei es aber beim Versuch geblieben.
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