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Metzingen

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Virtuelles Rathaus gestartet

Vielleicht kennen Sie es: Sie müssen ins Rathaus, doch der einzige freie Termin passt nicht in Ihren Kalender. Eine Situation, die in Metzingen vielleicht bald der Vergangenheit angehört. Dort hat die Stadt als erste Kommune im Landkreis Reutlingen jetzt das sogenannte „Virtuelle Rathaus“ gestartet, mit dem Rathaustermine von überall wahrgenommen werden können. Im Grunde soll dafür nur eine Internetverbindung nötig sein.

In Laufnähe zum eigentlichen Rathaus und dem Anlass entsprechend renoviert ist seit etwa zwei Wochen das Virtuelle Rathaus. Von einem ehemaligen Casino aus kümmert sich die Verwaltung um die Belange der Bürgerinnen und Bürger. Das Angebot soll den persönlichen Service vor Ort ergänzen, so die Stadtverwaltung. Für Oberbürgermeisterin Carmen Haberstroh geht damit ein – wie sie selbst sagt – zentraler Wunsch in Erfüllung.

"Es gefällt mir sehr gut. Wir haben es jetzt schon mit ein paar Pilotkunden getestet, bzw. die Mitarbeiterinnen aus dem Bürgerbüro, und es kam eine sehr sehr gute Resonanz zurück. Tatsächlich ist es ja so: Dadurch dass man einen Online-Termin wahrnehmen kann, hat man auf der anderen Seite ein Gesicht und kann sich beraten lassen."

Wie das funktionieren kann, zeigen hier zwei Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. Vom Sofa aus bucht Ulrike Kohfink einen Termin und wird anschließend je nach Anliegen von ihrer Kollegin beraten.

"Die Wohnsitzanmeldung ist natürlich sehr häufig gefragt, Führungszeugnisse sind sehr häufig gefragt aber auch Gewerbeum-, an-, und abmeldung und alles, was damit zu tun hat", meint Kohfink. "Dann natürlich die Metzinger Card. Also alles, wo man sich nicht identifizieren muss."

Bei der Abgabe von Fingerabdrücken, zum Beispiel für einen neuen Personalausweis, kommt man aber nach wie vor nicht um einen Vor-Ort-Termin herum. Bei allen anderen Terminen sollen die Bürger in Metzingen im Vergleich Zeit sparen können, da der Weg ins Rathaus wegfällt und Termine auch von der Arbeit oder in einer Pause wahrgenommen werden können. Festgelegte Uhrzeiten sollen zudem längere Wartezeiten vermeiden. Neben dem Effekt in Metzingen selbst erhofft sich Carmen Haberstroh auch eine Art Vorbildfunktion für andere Kommunen.

"Wir könnten damit tatsächlich auch Vorreiter sein für andere Kommunen im Landkreis, weil das Produkt, das wir einsetzen – das virtuelle Rathaus – wird von unserem kommunalen Rechenzentrum unterstützt, wo viele Kommunen angebunden sind."

Erst einmal will die Stadt den eigenen Service aber etablieren, denn vorerst ist dieser nur im Bürgerbüro verfügbar. Abgerufen werden kann dieser von jedem internetfähigen Gerät unter der Adresse www.metzingen.de/virtuelles-rathaus. Nach und nach sollen dann auch die anderen Bereiche im Rathaus grünes Licht für das virtuelle Angebot bekommen.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 09.04.26 - 16:56 Uhr   -   153 mal angesehen)

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