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Reutlingen

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Stabile Entwicklung im anspruchsvollen Umfeld: die Geschäftsbilanz der Kreissparkasse Reutlingen

Das Jahr 2025 war für die Wirtschaft insgesamt eine große Herausforderung. Immerhin war es das dritte Krisenjahr in Folge. Doch trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigt sich die Kreissparkasse Reutlingen mit den Geschäftszahlen insgesamt zufrieden. Man habe sich weiterhin als starker Finanzpartner der Region bewiesen, teilt das Kreditinstitut mit. Am Dienstag ist die Sparkasse mit ihren Geschäftszahlen an die Öffentlichkeit gegangen.

Gut gelaunt präsentierte sich der Sparkassenvorstand den Kameras. Und Joachim Deichmann und Martin Bosch haben auch allen Grund dazu. Das vergangene Jahr war schwierig, doch die Geschäftszahlen sind stabil. "In der Ergebnisentwicklung sind wir auch zufrieden, wir haben leicht höhere Ergebnisse erreicht, aber auch entsprechend höhere Kosten und konnten unseren Jahresüberschuss stabil und solide bei zwei Millionen Euro halten", sagte Joachim Deichmann, Vorsitzender des Vorstandes.

Besonders erfreulich aus Sicht der Kreissparkasse Reutlingen: Das Wertpapiergeschäft. Hier stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 45 Prozent. Die Ersparnis der Privatpersonen in Wertpapiere lag bei 130 Millionen Euro. Martin Bosch, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands: "Unsere Kunden haben inzwischen verstanden, dass sie, wenn sie die Inflation schlagen wollen, entsprechend sich strukturieren müssen in ihre Geldeinlage, rein ausschließlich nominal verzinste Titel reichen da nicht aus, und das hat dazu geführt, dass wir hier tatsächlich deutlich mehr Wertpapiergeschäfte in '25 gemacht haben als in den Vorjahren."

Nur geringfügige Änderungen dagegen gab es bei den Kundeneinlagen. Die liegen nach wie vor bei 4,5 Milliarden Euro. Genauso hoch sind auch die Kredite. Auch da zeigt sich wenig Bewegung. "Es ist so, dass man bei den Unternehmen schon spürt, dass sich die wirtschaftliche Situation eingetrübt hat, das heißt, die Investitionsnachfrage hat nachgelassen im Vergleich zu den Vorjahren, trotzdem machen wir immer noch ordentlich Neugeschäft, und das führt halt nicht mehr zu dem Bestandswachstum, das wir in den Vorjahren hatten, weil wir permanent gegen die Tilgungen anarbeiten, die in unserem Bestand drin sind", so Martin Bosch.

Etwas über 600 Millionen Euro umfassen die Darlehen, die im vergangenen Jahr neu hinzu gekommen sind, etwa je zur Hälfte Unternehmen und privater Wohnungsbau. Wobei: Gebaut wird im Landkreis kaum noch. Joachim Deichmann:

"Die Baupreise sind einfach in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen, und es ist für einen Normalverdiener nicht einfach, ein neues Einfamilienhaus zu bauen angesichts der hohen Preise, wir haben eine hohe Nachfrage nach Eigentumswohnungen, nach gebrauchten Immobilien, und wir erfüllen auch nach wie vor viele Wünsche für die Wohneigentümer." Denn für die private Altersvorsorge sei Wohneigentum wichtig, da Mieten immer teurer werde, so Deichmann.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben auch in diesem Jahr anspruchsvoll. Trotzdem blickt die Sparkasse zuversichtlich nach vorn. Man werde den Herausforderungen im laufenden Jahr selbstbewusst begegnen, zeigt sich Joachim Deichmann optimistisch.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 17.03.26 - 15:28 Uhr   -   180 mal angesehen)

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