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Hohenstein-Bernloch

Foto: RTF.1
Staatssekretärin Kurtz besucht "Tante-Emma-Laden 2.0"

Es ist ein Konzept, das vor allem den Menschen im Dorf bekannt sein dürfte: Der Tante-Emma-Laden, der Lebensmittel und Artikel aller Art anbietet und die Anwohner so mit dem Nötigsten versorgt. Etwas, das im ländlichen Raum immer mehr zurückgegangen ist, das jetzt aber vielerorts einen neuen Anstrich erhält - so auch in Hohenstein-Bernloch.

Turbulente Zeiten für die CDU und Manuel Hailfinger. Nur noch drei Tage sind es bis zur Landtagswahl. Am Donnerstag-Vormittag fand der Abgeordnete aber dennoch die Zeit, mit Sabine Kurtz den „Tante-M-Selbstbedienungsmarkt" – so heißt er offiziell – in Hohenstein-Bernloch zu besuchen.

Diesen betreibt Tim Wingert erst sein Kurzem. Der Clou: Auch sonntags hat der Laden geöffnet – und das von sage und schreibe 5 Uhr bis 23 Uhr.

"Ich betreibe den Laden tatsächlich komplett selbstständig – mit Hilfe meiner Mutter, die ab und zu mal die Regale einräumt und putzt. Ich habe Servicezeiten. Da bin ich dann da – zweimal die Woche für jeweils zwei Stunden. Aber ansonsten läuft der Laden auch wenn ich nicht da bin" so Wingert.

Und so funktioniert das Ganze: Betreten kann den Laden nur, wer am Eingang entweder seine Bankkarte oder eine Kundenkarte scannt. Bezahlt wird nach dem Einkauf an einer Selbstzahlerkasse – ebenfalls mit Bankkarte oder Kundenkarte.

"Hier in diesem Laden gibt es eine Zugangskontrolle. Das heißt man kommt rein, in dem man seine Bankkarte hinhält. Oder seine Kundenkarte – damit die Daten erfasst sind, falls etwas weg kommt. So hat die Polizei die Möglichkeit, da dran zu kommen. Dann geht man einfach einkaufen was auch immer man möchte" erklärt der Betreiber.

Wenn es Probleme gibt, kann Wingert trotzdem schnell vor Ort sein. Die Nähe des Ladens zu seinem Wohnort macht es möglich.

Die Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen sind nur deshalb umsetzbar, weil der Tante-M-Laden im Grunde ohne Personal auskommt. Für diesen speziellen Fall hat der Landtag erst letzten Monat das Ladenöffnungsgesetz angepasst.

"Unser Ladenöffnungsgesetz stammte von 2007 und hat einen ganz starken Sonntagsschutz berücksichtigt. Sonntagsschutz genießt Verfassungsrang und hat eine hohe Bedeutung. Insofern mussten wir an das Ladenöffnungsgesetz noch einmal ran gehen, weil wir wissen dass die Tante-M-Läden – diese voll automatisierten, kleinen Geschäfte – nur davon leben, dass auch sonntags auf gemacht wird" erläutert Kurtz.

Ein Angebot, dass die Menschen anlockt, erzählt Wingert. Besonders gut kämen am Sonntagmorgen die frischen Backwaren an. Und bei der jüngeren Generation seien unter anderem Energydrinks ein Verkaufsschlager.

Sabine Kurtz gefiel der Rundgang offenbar so gut, dass sie ihren Einkauf direkt an den Rundgang anschloss. Und Manuel Hailfinger testete das Bezahlsystem, in dem er eine Runde Kaffee spendierte.

Das Konzept sei ein wunderbares Beispiel für Problemlösung durch Technologieoffenheit, findet Kurtz. Und eines, das auch für viele andere Themen Vorbild sein könne.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 05.03.26 - 16:19 Uhr   -   181 mal angesehen)

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