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Tübingen

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Thomas Jarzombek und Ronja Kemmer bei Optocycle

Der Parlamentarische Staatssekretär für Digitales Thomas Jarzombek war gemeinsam mit seiner CDU-Parteikollegin und der stellvertretenden Landesvorsitzenden Ronja Kemmer bei Optocycle in Tübingen zu Gast. Dort zeigte er sich beeindruckt von dem jungen Unternehmen, das sich gegen die Bezeichnung „KI-Startup“ sträubt.

Kaum ein Thema kommt bei der CDU, die aktuell an der Spitze der Bundesregierung steht, so oft zur Sprache wie die Wirtschaft. Politiker wie die stellvertretende Fraktionsforsitzende für Forschung und Technologie Ronja Kemmer und Thomas Jarzombek, der als parlamentarischer Staatssekretär für Digitales und Staatsmodernisierung verantwortlich ist, wollen besonders mit Bürokratieabbau und Digitalisierung neuen Startups beim Fußfassen helfen.

"Wir haben natürlich heute drüber gesprochen, wie man das Gründen vereinfachen kann.", erklärt Jarzombek. "Aber auch wie man grade auch staatliche Aufträge einfacher zugänglich macht auch für junge Unternehmen und nicht immer nur für die großen und die etablierten. Und am Ende, ist das, was so eine junge Firma fürs Wachstum braucht, das sind vor allem Aufträge."

Eine solche Firma haben die beiden jetzt in Tübingen besucht: Optocycle, eine junge Firma, die ein KI-System nutzt, um mineralische Bauabfälle und Primärrohstoffe zu scannen, um das Material besser verwerten zu können. Auch die Kameras baut Optocycle nach eigenem Design. So geschieht nahezu jeder Schritt des Prozesses unter der direkten Kontrolle der Firma, ohne dass man sich auf Zulieferer verlassen müsste. Die ganze Wertschöpfung unter einem Dach.

Das sei ein wichtiges Thema, so Jarzombek. "Und deshalb müssen wir auch mehr im Bereich KI machen. Dass unsere Mittelständler ihre Wertschöpfung auch behalten und nicht die Wertschöpfung abfließt zu Amazon, Google und anderen. Und das muss unser Ziel sein."

Auf den ersten Blick wirkt Optocycle wie genau die Art KI-Startup, von dem die CDU träumt. Doch Gründer Max-Frederick Gerken macht gegenüber seinen Gästen klar, dass er kein Fan dieser Klassifikation ist.

"Das Wort Startup finde ich ist immer ein wenig zu kurz gegriffen. Wir wollen hier ein Unternehmen bauen, ein junges Unternehmen, ein junges mittelständisches Unternehmen und am besten ein hidden Champion von morgen sein. Und deswegen finde ich das Wort Startup immer ein wenig verallgemeinernd."

Auch mit „KI" will Gerken nicht identifiziert werden. Zum einen weil seine Firma viel mehr macht, als nur KI, zum anderen weil er den deutschen Begriff, der echte „Intelligenz" impliziert, für unpassend für die Technologie hält. Die analytische AI von Optocycle ist älter als der aktuelle Hype um Large Language Models. Und nicht nur bei der Klassifikation seiner Firma, auch bei der Frage, wie man Startups am besten helfen könnte kommen Gerken und Jarzombek in Konflikt.

"Ja im Grunde genommen ging es um das Thema: Wo müssen wir zuerst ansetzen, wo müssen wir zuerst digitalisieren", erläutert Gerken. "Von Seiten der Regierung kam eben das Thema Eintrittshürde, das heißt das Thema Unternehmensgründung. Und da hatte ich einen Dissenz weil ich gesagt habe: Das ganze findet einmal statt. Aber es gibt andere Vorgänge, andere Prozesse, die viel viel eher digitalisiert gehören würden, die jedes Jahr, jeden Monat, jedes Quartal stattfinden."

Gerken berichtet, wie einfach die Gründung bei seinem Startup ablief, wie leicht es war, Mitarbeiter in Tübingen zu finden und wie seine Firma schon nach einem halben Jahr Profite verzeichnen konnte. Sorgen, so teilt er den CDU-Politikern mit, bereiten ihm eher Komplikationen bei der Lohnsteuer oder anderen regelmäßigen Prozessen, die eine Vereinfachung deutlich nötiger hätten.

(Zuletzt geändert: Samstag, 21.02.26 - 15:38 Uhr   -   139 mal angesehen)

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