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Gomaringen/Dußlingen/Nehren

Foto: RTF.1
Spaziergang zur Regionalstadtbahn: Planer erläutern Einzelheiten zur Gomaringer Spange

Die Planungen für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb laufen auf Hochtouren. Das gilt auch für die Gomaringer Spange, eine neu zu bauende Straßenbahnstrecke, die Reutlingen mit Gomaringen und im weiteren Verlauf mit Nehren und mit der Zollernalbbahn verbinden soll. Was genau geplant ist, davon konnten sich die Teilnehmer eines Planungsspaziergangs am Mittwoch-Abend ein Bild machen. Die Wanderung führte von Gomaringen nach Dußlingen und über Nehrener Gemarkung zurück.

Mittwoch-Abend, 18 Uhr im Gewerbepark UNIPRO bei Gomaringen. Mehr als sechzig Menschen haben sich zum Planungsspaziergang der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb versammelt. Weitaus mehr als von den Veranstaltern erwartet. Das Interesse an der Bahn war groß. 

Prof. Tobias Bernecker, Geschäftsführer der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb: "Die Veranstaltung dient dazu, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mitzunehmen, gemeinsam zu entdecken, dort wo die Stadtbahn später fahren wird: Wie verläuft die Trasse? Wo werden die Haltestellen liegen? Was bedeutet es ganz konkret für mich, wenn die Regionalstadtbahn kommt?"

Und dann ging es auch schon los. Steffen Thomma und seine Planerkollegen bei der Regional-Stadtbahn führten die Bürger aus dem Gewerbegebiet hinaus und unter die stark befahrene Landesstraße hindurch zur ersten Station. Hier in der Nähe soll eine Haltestelle entstehen, die das Schulzentrum Höhnisch und den UNIPRO-Gewerbepark an das Netz der Regional-Stadtbahn anbinden soll. Außerdem entsteht hier ein wichtiger Umsteigepunkt. Der Bahnsteig soll deshalb als Mittelbahnsteig zwischen beiden Gleisen liegen. 

Palner Steffen Thomma: "Eben mit diesem Blick auf diesen schnellen Umstieg zwischen zwei Zügen, die da halten, ich muss nur drei Schritte über den Mittelbahnsteig machen und bin schon in meinem Anschlusszug drin."

Zweiter Halt ist die Brücke südlich von Gomaringen, über die die Zollernalbbahn die Landesstraße kreuzt. Hier soll in Zukunft auch die Zollernalbbahn unten durchgeführt werden. Dafür ist die Brückendurchfahrt zu schmal, aber das Bauwerk soll in absehbarer Zeit eh erneuert werden. 

"Die wird zum einen oben drüber werden zwei Gleise liegen für die Zollernalbbahn, um den schnellen RE und unsere S1 da aufzunehmen, und die wird auch ein bisschen breiter, dass wir eben unten durch noch unser Stadtbahngleis hinkriegen und trotzdem der Fahrrad- und Wirtschaftsweg erhalten bleiben kann", so Steffen Thomma.

Dritter Halt am Bahnwärterhäuschen bei Dußlingen. Hier soll aus der Straßenbahn eine Eisenbahn werden. Es entsteht ein Übergang von der Gomaringer Spange auf die Zollernalbbahn. "Der ist zweigleisig ausgestaltet, dass sich eben die Züge da begegnen können, und da wird es einen Systemwechsel geben, um von den 750 Volt Gleichstrom, die die Oberleitung in unserem Stadtbahnnetz hat, auf die 15.000 Volt Wechselstrom im DB-Netz zu kommen. Unsere Züge können beides, und die rollen dann da einfach durch diesen Systemwechsel durch", so Thomma.

Vierter und letzter Halt auf der Brücke der Eichachstraße über die Zollernalbbahn. Hier entsteht der Haltepunkt Dußlingen-Ost. "Das ist ein komplett neuer Halt an der bestehenden Zollernalbbahn, den wir da bauen, um eben den Osten von Dußlingen besser zu erschließen, den bauen wir komplett barrierefrei, und unsere S11 und S12 werden da dann zukünftig halten", sagt Thomma.

Die Vorplanung für die Gomaringer Spange ist fertig. Jetzt geht es in die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Bis man mit dem Zug von Gomaringen nach Reutlingen fahren kann, wird es noch dauern. Die Planer rechnen mit irgendwann in den dreißiger Jahren.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 31.07.25 - 16:10 Uhr   -   1913 mal angesehen)

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