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Reutlingen

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Startschuss für Neubau

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist seit dem offiziellen Start der Sanierung der Häuserzeile in der Reutlinger Oberamteistraße vergangen. An den Bauzaun, der dort die Straße verdeckt, dürften sich die Anwohner mittlerweile gewöhnt haben. Dahinter hat man - neben der Sanierung der alten Gebäude - alles für einen dort geplanten Neubau vorbereitet. Am Montag Nachmittag war es soweit und die Bauarbeiten haben offiziell begonnen.

Ein Spatenstich in einer etwas anderen Form als gewohnt machte den Auftakt für den Bau den neuen Gebäudes am Anfang der Häuserzeile in der Oberamteistraße. Der geplante Neubau soll das sogenannte „Steinerne Haus" nachzeichnen, das hier bis ins Jahr 1972 stand und abgerissen werden musste.

Ein Holzgerüst, das später von Glas und Ziegeln ergänzt wird soll es werden. Transparenz ist das Ziel dieser Idee.

"Dieses Fundament und auch die Kellergebäude werden damit sichtbar sein und es wird auch einen Aufenthaltsbereich haben. Dort wo man sich trifft und wo man den Raum genießt aber der Neubau wird eben auch die Altbauten erschließen" erzählte Baubürgermeisterin Angela Weiskopf.

Und Oberbürgermeister Thomas Keck ergänzte: "Gleichzeitig wird es der zentrale Zugangsweg zu den musealen Gebäuden sein. Es wird die technische Anlage rein kommen, die Heizung rein kommen und es wird gleichzeitig Veranstaltungsfläche bieten."

Sogar beheizbare Treppenstufen könne man sich als Sitzgelegenheiten vorstellen, so der Oberbürgermeister. Doch das Gebäude erfüllt noch eine weitere, wichtige Funktion, die auch die anderen Gebäude der Häuserzeile betrifft.

"Das steinerne Haus, das bis 1972 hier stand, hat die anderen Häuser gestützt. Und wie gesagt, es ist leider Gottes 1972 abgebrochen worden und seither neigen sich die anderen Häuser. Das hat einen Grad erreicht, der nicht mehr tolerabel ist" sagte Keck.

Er betonte außerdem, dass die Häuserzeile eine der wenigen sei, die seit der Stadtgründung Katastrophen wie den Brand im Jahr 1726 oder die Bombardierung während des zweiten Weltkriegs überstanden hätte. Daher hätten die Häuser auch einen historischen großen Wert. Und auch ihm selbst liegt das Projekt am Herzen.

"Es ist für mich auch ein moralischer Auftrag das zu tun. Und natürlich haben wir jetzt klamme Finanzen gerade, sehr Klamme Finanzen, aber wir können nicht mehr warten. Es ist bereits viertel nach zwölf. Dass diese Gebäude es überhaupt so lange geschafft haben stehen zu bleiben, ist schon ein Wunder" äußerte sich der OB.

Um das Projekt finanziell zu stemmen, gibt es unter anderem 3,3 Millionen Euro Förderung vom Bundesinnenministerium. Etwa zwei Jahre wird von jetzt an an dem Gebäude gebaut, bis es Ende 2025 fertig sein soll.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 28.11.23 - 16:59 Uhr   -   1059 mal angesehen)

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