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Tübingen

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Sigmund Freud und die Kunst

Sigmund Freud - ein Name, der heutzutage wir kaum ein zweiter mit dem medizinischen Fachbereich der Psychologie in Verbindung gebracht wird. Doch was hat der Name des berühmten österreichischen Arztes, Psychologen, Kulturtheoretikers und Religionskritikers auf dem Plakat einer Kunstausstellung zu suchen? Die Antwort ist einfach: Freuds Theorien haben auch zahlreiche Künstler inspiriert. Wie ist jetzt in der neuen Ausstellung „Innenwelten. Sigmund Freud und die Kunst“ in der Kunsthalle in Tübingen zu sehen.

Vom Surrealismus über den Expressionismus bis hinein in die Postmoderne und die Gegenwart – rund 100 Werke aus unterschiedlichen Bewegungen sind Teil der Ausstellung INNENWELTEN, die seit Samstag in der Kunsthalle zu sehen ist.

Präsentiert werden diese sowohl in einem chronologisch als auch einem thematisch angelegten Parcours. Dabei ist eine Bewegung besonders häufig vertreten.

"Beim Surrealismus haben wir durch die Sammlung Klewan einen Sammler, der uns über 30 Werke zur Verfügung gestellt hat. Surrealisten können wir sehr schön bebildern, wie dieser Einfluss auf die Kunst von Sigmund Freud war. Unter anderem haben wir hier Andre Breton, Dali, aber auch Meret Oppenheim beispielsweise" sagte die Direktorin der Kunsthalle Tübingen, Dr. Nicole Fritz.

Und das ist nur ein Bruchteil der Künstler, die sich von Freund inspirieren ließen. Insgesamt 48 sind es, deren Werke in der Kunsthalle ausgestellt sind. Aber auch Sigmund Freud, so erläutert Fritz, ließ sich seinerseits von Künstlern inspirieren.

"Wenn ich bei der Frage anfange, welchen Einfluss die Kunst auf Sigmund Freud hatte, dann waren es eher antike Kunstwerke, die ihn inspiriert haben. Die waren wirklich auch Anregung für ihn, für seine zu therapierenden Klienten sich anregen zu lassen ins Unterbewusste, abzuschweifen mit ihren Gedanken" sagte Fritz weiter.

Weniger Interesse habe er dagegen an der Gegenwartskunst gehabt, auch wenn die Gegenwartskünstler wiederum begeistert von Freud gewesen sein sollen.

Die Inspiration für die Ausstellung in der Kunsthalle hat sich Nicole Fritz übrigens bei einer Reise ins Wiener Sigmund-Freud-Museum geholt.

"04:44 – 05:05 (21)

Also, Nicole Fritz ist vor eineinhalb Jahren nach Wien gekommen, um sich eine Ausstellung mit den Surrealisten im Wienmuseum anzusehen. Und dann war von Beginn an gleich ein großes Einverständnis und eine gemeinsame

Faszination über die Parallelen in den Künsten im letzten Jahrhundert und in der Psychoanalyse" ergänzte Monika Pessler, die Direktorin des Sigmund-Freud-Museums.

Auch in Wien wird es eine Ausstellung geben – in einer etwas kleineren Ausführung, da das Museum ansonsten schlicht nicht groß genug wäre.

In der Kunsthalle ist die Ausstellung bis zum 3. März 2024 zu sehen. Wer sie sehen möchte, hat dazu immer donnerstags zwischen 11 und 19 Uhr sowie dienstags, mittwochs und von Freitag bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr die Gelegenheit.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 29.10.23 - 15:43 Uhr   -   1316 mal angesehen)

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