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Reutlingen

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Zwei Wochen nach Brand im Fachpflegeheim

Zwei Wochen sind jetzt seit dem Brand eines Reutlinger Fachpflegeheims vergangen, bei dem drei Menschen gestorben waren. Während Polizei und Staatsanwaltschaft weiter gegen eine Bewohnerin ermitteln, läuft auch die Aufarbeitung seitens des Betreibers, der GP.rt, einer gemeinsamen Gesellschaft von ZfP und BruderhausDiakonie. Mittlerweile sind die ersten Pflegekräfte ebenso wie zwölf Bewohner wieder ins Haus zurückgekehrt.

Wenige Zimmer in der Wohngruppe, in der das Feuer ausgebrochen war, sind derzeit unbewohnbar. Zwei Bewohner sind noch woanders untergebracht. Die anderen sind inzwischen wieder ins Haus zurückgekehrt.

"Es war für alle erst mal ein großer Schock", berichtet Christian Freisem von der Geschäftsführung der GP.rt. "Es sind gut 14 Tage vergangen, nach und nach kehrt die Normalität zurück, und mit Hilfe vielfältigster Angebote seelsorgerischer und und psychologischer Beratung kehrt so nach und nach der Normalbetrieb wieder ein."

Auch von den Beschäftigten sind die ersten wieder zurück, wie die Geschäftsführung auf einer Pressekonferenz erklärt. Andere sind noch zu Hause und nehmen psychologische und seelsorgerische Betreuungsangebote wahr. Die vergangenen zwei Wochen seien für alle sehr belastend gewesen, sagte Prof. Gerhard Längle von der GP.rt-Geschäftsführung.

Aber: Ein erstes Fazit fällt so positiv aus, wie es unter den gegebenen Umständen nur möglich ist: Alle Beteiligten hätten richtig reagiert und so schlimmeres verhindert. "Unsere Mitarbeitenden waren sehr schnell, innerhalb von wenigen Sekunden in der entsprechenden Wohneinheit und haben noch eine Person geborgen, mussten dann ihren Bergungsversuch abbrechen durch die starke Verrauchung und sich selber in Sicherheit bringen" sagte  aber sie haben so schnell und so gut reagiert, wie es in dieser Situation noch möglich war", sagte Längle. "Aber sie haben so schnell und so gut reagiert, wie es in dieser Situation noch möglich war."

Und auch die Rettungskräfte hätten sehr gute Arbeit geleistet, so das Fazit. So sei die Feuerwehr sechs Minuten nach Auslösen des automatischen Alarms da gewesen.

Die Fürsorge der GP.rt gilt aber auch der Bewohnerin, die beschuldigt wird, den Brand gelegt zu haben. "Es ist eine Bewohnerin, die wir schon lange kennen, die lange bei uns in Behandlung und Betreuung ist und natürlich jemand, für den wir genauso Fürsorge empfinden und mit der wir mitleiden wie mit allen anderen Betroffenen, wir sind froh, dass es ihr mittlerweile relativ gut geht, der Zustand scheint stabil zu sein", so Längle.

Dass gegen sie wegen Mordes ermittelt wird, habe ihn schon irritiert, so Längle. Das sei zwar der juristisch richtige Begriff, wecke aber falsche Vorstellungen. Längle: "Der landläufige Begriff des Mordes, so wie man es als Normalbürger versteht, dass da eine böse Absicht dahinter steht, dass da wirklich jemand andere schädigen will und das noch mit Heimtücke und irgendwie geplant, das ist nicht so meine Vorstellung des Geschehens, aber wir wissen nicht ganz genau was wirklich geschehen ist."

Das herauszufinden ist aber Sache von Polizei und Staatsanwaltschaft. Noch laufen die Ermittlungen und noch ist unklar, wie es am Ende zum Brand am Abend des siebzehnten Januar gekommen ist.

(Zuletzt geändert: Dienstag, 31.01.23 - 15:28 Uhr   -   724 mal angesehen)

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