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Auswirkungen

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Corona-Pandemie schlägt Pflegeheimbewohnern aufs Gemüt

In der Corona-Pandemie haben sich Lebensfreude und geistige Fähigkeiten von Seniorenheim-Bewohnern offenbar deutlich verschlechtert. Das ergab eine Studie, für die das Zentrum für Qualität in der Pflege deutschlandweit knapp 2.000 Mitarbeiter von Heimen und ambulanten Diensten befragt hat.

Im Zuge der Pandemie haben sich die gesundheitliche Versorgung und Unterstützung für Pflegebedürftige insbesondere in der stationären Langzeitpflege verschlechtert. Dabei haben viele Bewohner von Pflegeheimen unter anderem an Lebensfreude oder geistigen Fähigkeiten eingebüßt. Zugleich haben sich die psychischen und physischen Belastungen der Pflegenden erheblich erhöht.

Ältere pflegebedürftige Menschen haben ein hohes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken - und daran zu versterben. Entsprechend wurde ein Großteil der in Deutschland mit dem Virus Verstorbenen von einem ambulanten Pflegedienst versorgt oder lebte in einer stationären Pflegeeinrichtung. Etwa 1,8 Millionen pflegebedürftige Menschen im Sinne des Elften Sozialgesetzbuchs werden hierzulande von entsprechenden Anbietern mit ca. 1,2 Millionen Mitarbeitern unterstützt.

Vor diesem Hintergrund weist eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) darauf hin, wie erheblich die Corona-Pandemie häufig auf der Lebens- und Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen lastet - aber auch in welcher Dimension das Pflegepersonal zusätzlichen Anforderungen ausgesetzt ist. Für die Untersuchung wurden deutschlandweit knapp 2.000 Pflegeexperten aus Pflegeheimen und ambulanten Diensten befragt.

84 Prozent der Befragten in Pflegeheimen schätzten, dass sich dort Stimmung und Lebensfreude oder geistige Fähigkeiten und Orientierung der Bewohner während der Pandemie merklich verschlechtert haben. 61 Prozent beobachteten zudem, dass in ihren Einrichtungen die externe Unterstützung in der Versorgung - beispielsweise durch Therapeuten, Kliniken und Fachärzte oder auch Angehörige - zurückgegangen ist. Von den ambulanten Pflegediensten berichtete dies knapp ein Viertel. Wenn ein Dienst mit mindestens einem Corona-Verdachtsfall bei Mitarbeitern und bei Klienten oder deren Mitbewohnern konfrontiert war, sagten dies sogar 37 Prozent der Pflegeexperten.

"Unsere Studie unterstreicht, dass Gesundheit, Lebensqualität und die dringend erforderliche Unterstützung pflegebedürftiger Menschen in ihrem Alltag durch die Corona-Pandemie teilweise erheblich gefährdet sind," ordnet Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP, die Ergebnisse ein. Dies zeigt sich auch darin, dass 37 Prozent der ambulanten Dienste in der Studie für den dort fraglichen Zeitraum angaben, mindestens eine neue Versorgungsanfrage abgelehnt zu haben. Von diesen Diensten wurden dann im Mittel 8,5 Anfragen abgelehnt. Von den Pflegeheimen berichteten 62 Prozent über einem Aufnahmestopp. Zudem gingen die Besuche für die Bewohner in Einrichtungen drastisch zurück.

Die Studie untermauert darüber hinaus, dass die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals pandemiebedingt weiter zugenommen hat. 40 Prozent der Befragten aus ambulanten Pflegediensten beschrieben eine Zunahme der körperlichen Belastung, 58 Prozent der psychischen Belastung. Aus den Pflegeheimen berichteten dies 39 Prozent bzw. 65 Prozent der Befragten. Grund für die Mehrbelastung in der stationären Pflege seien zusätzliche Aufgaben, die im Zuge der Pandemie angefallen seien.

So gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass der Arbeitsaufwand deutlich gestiegen sei. Damit dürfte es vielfach erheblich schwieriger geworden sein, gute Pflege zu erbringen. Suhr dazu: "Die Arbeitssituation in der Langzeitpflege war schon vor der Pandemie in vielen Organisationen äußerst angespannt. Es ist sehr bemerkenswert, was vor diesem Hintergrund in vielen Einrichtungen und Diensten geleistet wird. Aber die Lage ist derzeit absolut alarmierend."

Hoffnung mache die angelaufene Impfkampagne: "Derzeit besteht die Erwartung, dass sich die Lage durch die vorrangige Immunisierung von älteren Menschen - insbesondere in Pflegeheimen - in den nächsten Monaten etwas entspannt. Gleichzeitig ist es sehr wichtig, dass auch das Gesundheitspersonal von der Möglichkeit einer raschen Impfung Gebrauch macht."

Freitag, 28. Februar 2020
22:47 Weiterer Coronavirus-Fall im Landkreis Göppingen
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Corona-Virus
Donnerstag, 27. Februar 2020
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Der Oberarzt des Tübinger Uniklinikums, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat, hat nach bisherigem Stand niemanden angesteckt. Das ergaben die Tests bei seinen Kontaktpersonen. Eine Kontaktperson seiner Tochter ist allerdings infiziert. [Weiterlesen]
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Im Labor: Arbeit am Mikroskop
Mittwoch, 26. Februar 2020
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05:46 Erste Coronavirus-Infektion in Baden-Württemberg - In Italien angesteckt?
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Dienstag, 25. Februar 2020
09:51 Corona-Impfstoff erst in einem Jahr - Forschung an Therapie wichtig
Einen Impfstoff gegen das Corona-Virus wird es laut Robert-Koch-Institut erst in etwa einem Jahr geben. Wichtig sei daher, dass auch an Therapeutika geforscht wird, um den bereits Erkrankten helfen zu können, sagte Institutsleiter Prof. Lothar Wieler. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte, das Corona-Virus sei "als Epidemie in Europa angekommen". [Weiterlesen]
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Samstag, 08. Februar 2020
12:17 Coronavirus - Landesgesundheitsamt richtet Info-Hotline ein
Für Fragen zum Coronavirus hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg eine eigene Hotline für die Bevölkerung eingerichtet. [Weiterlesen]
Mittwoch, 05. Februar 2020
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Dienstag, 04. Februar 2020
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In der Outletcity Metzingen machen sich jetzt die ersten Auswirkungen des in China grasierenden Coronavirus und der damit verbundenen Ausreisebestimmungen bemerkbar - die Umsätze gehen zurück [Weiterlesen]
Montag, 03. Februar 2020
16:46 Fake Meldung über angebliche Coronafälle
Im Zollernalbkreis geht die Angst um. Grund dafür ist eine Nachricht, die sich derzeit über Whatsapp verbreitet und vermeldet, dass es in Balingen und Onstmettingen Infektionen mit dem Coronavirus gegeben haben soll. [Weiterlesen]
Medien, Meinung, Manipulation
Freitag, 31. Januar 2020
14:51 Kind an Corona-Virus erkrankt - Sechster Fall in Deutschland
In Bayern ist jetzt auch ein Kind am Corona-Virus erkrankt. Es hat sich wahrscheinlich bei seinem Vater angesteckt, der auch zu den inzwischen sechs bestätigten deutschen Fällen gehört. Unterdessen warten rund 100 Deutsche auf dem Flughafen im chinesischen Wuhan darauf, von der Bundeswehr ausgeflogen zu werden. [Weiterlesen]
Dienstag, 28. Januar 2020
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Seit heute ist der erste Coronavirus-Fall in Deutschland bestätigt. Ein Mann aus Bayern hatte sich bei seiner Arbeitskollegin aus China angesteckt. Die Uniklinik Tübingen sei gut gut vorbereitet, heißt es auf Anfragen von RTF.1. [Weiterlesen]
Schutzmaske

(Zuletzt geändert: Dienstag, 30.11.21 - 23:31 Uhr   -   25544 mal angesehen)

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