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Verändertes Einkommen

Foto: Pixabay.com
Das sollten Unterhaltspflichtige und Unterhaltsberechtigte jetzt beachten

In der Corona-Krise wird von allen Solidarität gefordert. Unterhaltspflichtige sehen sich einseitig in die Pflicht genommen. Das führt zu Reibereien zwischen den Partnern, insbesondere bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder wenn Einkommen weggebrochen ist. Die Frage ist, klagen oder kleinbeigeben, auch wenn der notwendige Eigenbedarf unterschritten wird und auf bessere Zeiten hoffen?

Bevor man ein Gerichtsverfahren anstrengt, sollten sich unterhaltsberechtigte und unterhaltsverpflichtete Elternteile gegenseitig informieren und eine "individuell angemessene" Unterhaltshöhe vereinbaren. Der Unterhaltspflichtige darf jedenfalls nicht einseitig den Unterhalt kürzen. Vielmehr muss er eine Abänderungsklage anstreben. Haben sich keine gravierenden Einkommensveränderungen - Richtwert plus oder minus 10 Prozent - ergeben, solle man die neuen Zahlbeträge ohne Wenn und Aber zahlen, rät der Interessenverband Unterhalt u. Familienrecht - ISUV.

Haben sich die Einkommensverhältnisse erheblich verändert, muss der Unterhaltspflichtige oder der Unterhaltsberechtigte beim Familiengericht einen entsprechenden Abänderungsantrag stellen. "Der Weg zum Gericht ist immer der letzte Ausweg. Vorher sollte sehr genau geprüft werden, in welchem Verhältnis Gerichts- und Anwaltskosten zu der Höhe der Unterhaltsforderungen stehen", rät ISUV-Pressesprecher Josef Linsler.

"Statischer Titel" - "Dynamischer Titel" - was ist zu beachten?

Beachten müssen beide Seiten, ob ein dynamischer oder statischer Unterhaltstitel vorliegt. Bei einem dynamischen Titel erhöht sich der Kindesunterhalt automatisch entsprechend des jeweiligen Zahlbetrags. Unterhaltspflichtige müssen unaufgefordert zahlen.

Viele Zahlungspflichtige haben beim Jugendamt eine Urkunde unterzeichnet, in der sie sich verpflichten entsprechend ihrem Einkommen Unterhalt zu zahlen. Wenn eine Jugendamtsurkunde vorliegt, besteht die Verpflichtung die Zahlung jeweils automatisch an die aktuelle Düsseldorfer Tabelle anzupassen. "Die Annahme, ich zahle erst mehr, wenn mich das Jugendamt auffordert, ist falsch. In hochstreitigen Beziehungen wird dann immer schnell gepfändet, wovon abzuraten ist", hebt Linsler hervor.

Gut zu wissen: Volljährige Kinder können keinen dynamischen Unterhaltstitel errichten. Wollen sie mehr Unterhalt, sollten sie zuerst eine Einigung mit den Eltern versuchen. Erst wenn das nicht gelingt, sollten sie klagen.

Anspruch auf angemessene Wohnung für beide Elternteile?

Ein unterhaltspflichtiger Elternteil in der Einkommensstufe I zahlt an sein Kind je nach Altersstufe jährlich 3.408/4.104/5.028 EURO, als notwendiger Eigenbedarf müssen ihm 13.920 EURO bleiben. Damit muss er Lebenshaltungs- und Wohnkosten decken. Laut Pressesprecher Josef Linsler "reicht das in der Regel nicht, nicht zuletzt wegen der inzwischen enorm hohen Wohnkosten. Teils fallen dann auch noch erhebliche Umgangskosten an."

Auch Unterhaltspflichtige haben Anspruch auf eine angemessene Wohnung, in der Umgang mit den Kindern stattfinden kann. Mit der Wohnkostenpauschale von 430EUR sind in den Städten aber auch in den meisten Regionen keine Wohnungen zu haben, geschweige denn warm. Für diesen Fall ist in den "Anmerkungen" der DTB vorgesehen, dass der Selbstbehalt erhöht werden soll, wenn die Warmmiete einer angemessenen Wohnung höher als die Wohnkostenpauschale ist. Die Angemessenheit ergibt sich im Normalfall aus den Warmmietbeträgen der Sozialbehörden. "Unterhaltspflichtige sollten sich vor Ort erkundigen, nach welchen Richtlinien Sozialhilfeempfängern eine angemessene Wohnung zugeteilt wird", rät Linsler. Nahezu jede Stadt/Landkreis hat entsprechende Richtlinien für angemessene Wohnungen, die Sozialhilfebedürftigen zugeteilt werden.

Ist die entsprechende Miete für eine jeweils vor Ort angemessene Wohnung höher als die Wohnkostenpauschale, so ist grundsätzlich der Selbstbehalt, um den Differenzbetrag zu erhöhen. "Unterhaltspflichtige sollten sich nicht scheuen für eine angemessene Wohnung vor Gericht ziehen. Die Erfahrung zeigt, dass der Umgang mit den Kindern langfristig nur bei entsprechender Größe der Wohnung gesichert ist", rät Pressesprecher Linsler. Für eine Einzelperson gilt eine Einzimmerwohnung als angemessen. Findet regelmäßig Umgang mit Kindern statt, gilt entsprechend dem Sozialhilferecht eine 2 - oder 3-Zimmer-Wohnung als angemessen.

Angemessene Wohnung ja, aber dann Zusatzjob?

Wenn sich der Selbstbehalt auf Grund der Wohnkosten erhöht, entstehen in den Einkommensgruppen 1-3 mehr Mangelfälle. Das heißt, das Einkommen reicht dann nicht mehr, um den Mindestunterhalt zu zahlen. Familiengerichte versuchen mit allen Mitteln Mangelfälle zu vermeiden. So wird beispielsweise Alimentenzahlern/Innen auferlegt einen weiteren Job anzunehmen, so dass der Mindestunterhalt gesichert ist. Wenn also ein Mangelfall wegen erhöhter Wohnkosten entsteht, prüfen die Gerichte genau, ob der Unterhaltspflichtige nicht durch einen Zweitjob den Mindestunterhalt sichern kann.

Rundum respektlos gegenüber Unterhaltspflichtigen?

Unterhaltspflichtige müssen eine angemessene Wohnung einklagen, sind auf das Wohlwollen des jeweiligen Familiengerichts angewiesen. Dagegen brauchen Hartz-IV-Empfänger nur einen Antrag stellen um eine angemessene Wohnung zugeteilt zu bekommen. "Betroffene empfinden das zurecht als respektlos und diskriminierend. Schließlich sind sie erwerbstätig und leisten einen Anteil an Betreuung, zahlen Unterhalt, Sozialabgaben und werden dann auch noch vom Staat wie Ledige mit Steuerklasse I abkassiert, so als hätten sie keine Kinder", kritisiert Linsler.

"Wir prüfen, inwieweit Unterhaltsbedarf und Selbstbehalt verbindlich geregelt werden könnten."- Das steht im Koalitionsvertrag. Der Unterhaltsbedarf wurde festgeschrieben und auch jeweils schon auf ein Jahr fortgeschrieben. Der Selbstbehalt wurde nicht "verbindlich" geregelt. "Justizministerin Christine Lambrecht hat einseitige Klientelpolitik durchgesetzt. Der Politikverdruss Unterhaltspflichtiger ist berechtigt. Der Kindesunterhalt steigt, der Selbstbehalt bleibt wieder einmal gleich. Das führte und führt zu einer immer krasseren wirtschaftlichen Schieflage der Unterhaltspflichtigen in den ersten drei Einkommensgruppen der DTB. Ein Betroffener spricht im ISUV-Facebook-Forum zurecht von ´Verarmung´.

Dienstag, 10. März 2020
13:08 Fünf bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
Live aus der Pressekonferenz: Fünf bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
Corona-Virus

13:01 Aktuelle Pressekonferenz: Fünf bestätigte Coronavirus-Fälle im Landkreis Reutlingen
Erste bestätigte Coronavirus-Fälle im Landkreis Reutlingen: 5 Personen sind infiziert: Wir berichten live von der aktuellen Pressekonferenz im Landratsamt Reutlingen vom 10.03.2020 ab 13 Uhr [Weiterlesen]
Virus

12:06 Erster #Corona-Fall in Grafenberg im Landkreis Reutlingen
Im Landkreis Reutlingen gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Ein Einwohner aus Grafenberg wurde positiv auf das Corona-Virus Covid-19 getestet. Näheres soll heute um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. [Weiterlesen]
Corona-Virus

12:06 Fünf Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
Im Landkreis Reutlingen gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg wurde positiv auf das Corona-Virus Covid-19 getestet. Näheres soll heute um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Wir halten Sie sofort auf dem Laufenden! Ganz aktuell: Seit heute 5 nachgewiesene Fälle im Landkreis! [Weiterlesen]
Schutzmaske
Montag, 09. März 2020
15:21 Krisenstab eingerichtet
Die Stadt Metzingen hat sich letzte Woche entschieden aufgrund des Coronavirus einen Krisenstab einzurichten. [Weiterlesen]

12:35 Entwicklung eines Coronaimpfstoffes laufen auf Hochtouren
Sicherheit geht vor! Darum beschränken auch viele Firmen in der Region ihre Kontakte nach Außen auf ein Minimum. Die Tübinger CureVac AG ist eine davon. Das biopharmazeutische Unternehmen ist derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das grasierende Coronavirus. Und auch wenn wir vor Ort derzeit nicht drehen können, so wollen wir Ihnen den aktuellen Stand der Dinge dennoch nicht vorenthalten. Also haben wir kurzer Hand telefonisch nachgefragt. [Weiterlesen]
Corona-Virus
Samstag, 07. März 2020
14:26 Arztmobil überrannt - Verantwortliche plädieren für Augenmaß im Umgang mit dem Coronavirus
Bin ich wirklich mit dem Coronavirus infiziert oder ist das jetzt nur Angst die ich habe? Die leitende Notärztin und DRK-Vorsitzende Dr. Lisa Federle möchte, dass sich die Tübinger genau diese Frage stellen. [Weiterlesen]

14:07 #Corona-Virus: Fragen und Antworten - Das müssen Sie wissen!
Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus zusammengefasst! Sie finden hier auch Telefonnummern, die Sie anrufen können. Wir aktualisieren und ergänzen diese Infos regelmäßig: Schauen Sie also immer wieder hier vorbei! [Weiterlesen]
Corona-Virus https://www.rtf1.de/news.php?id=24978

11:09 Bürgertelefon zum Coronavirus
Das Landratsamt des Zollernalbkreises hat ein Bürgertelefon zum neuartigen Coronavirus eingerichtet. Landrat Günther-Martin Pauli nannte das Virus eine Herausforderung, wie er und seine Kollegen sie im medizinischen Bereich noch nie gehabt hätten. [Weiterlesen]
Freitag, 06. März 2020
16:30 Umfrage - Haben die Reutlingerinnen und Reutlinger Angst vor dem Coronavirus?
Nicht nur die Behörden und Institutionen, auch die Bürger beschäftigt der neuartige Coronavirus. Supermarktregale sind an manchen Orten leer, Apotheken und Drogeriemärkte haben Schwierigkeiten Nachschub an Desinfektionsmittel zu liefern und Masken zum Schutz der Atemwege sind ebenfalls Mangelware. [Weiterlesen]
Schutzmaske

16:23 Coronavirus: Neue Regelungen für Schulen und Kindergärten
Wegen dem Coronavirus hat das Kultusministerium zusätzliche Regelungen für Schulen und Kindergärten definiert. Grund dafür ist, dass das Robert-Koch Institut die Liste der Risikogebiete auf die Autonome Provinz Bozen - Südtirol erweitert hat. [Weiterlesen]

09:32 Weitere Covid-19 Fälle
Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vermeldet neun weitere Ansteckungen mit der Lungenkrankheit Covid-19, acht davon im Zollernalbkreis. [Weiterlesen]
Corona-Virus
Donnerstag, 05. März 2020
16:18 Corona-Virus: Jetzt 73 Fälle im Land - Neue Infektionen alle im Zusammenhang mit Italien
Am Donnerstagmittag (5. März 2020) wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg acht neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (5 Fälle) und Ravensburg (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Stuttgart (1 Fall). Damit steigt die Zahl der Infektionen im Land auf 73 [Weiterlesen]

07:37 #Corona-Virus: Fragen und Antworten - Das müssen Sie wissen!
Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus zusammengefasst! Sie finden hier auch Telefonnummern, die Sie anrufen können. Wir aktualisieren und ergänzen diese Infos regelmäßig: Schauen Sie also immer wieder hier vorbei! [Weiterlesen]
Corona-Virus

03:19 Verschiebung von Ferien wegen Coronavirus derzeit kein Thema
Die Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz hält es aktuell nicht für nötig, mit Blick auf das Coronavirus landesweit Schulen zu schließen. Italien erwägt dies derzeit offenbar für alle Schulen und Unis. Klassenfahrten aber müssen ausfallen. [Weiterlesen]
Mittwoch, 04. März 2020
17:01 Coronavirus: Arztmobil wieder im Einsatz - Landratsamt Tübingen informiert
Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sehen sich derzeit viele Hausärzte und Kliniken in der Region mit unterschiedlichsten neue Aufgaben konfrontiert. In einem Pressegespräch im Tübinger Landratsamt, am heutigen Mittwoch, stellten Landrat Joachim Walter, Dr. Lisa Federle, die Leitende Notärztin im Landkreis und Birgit Walter-Frank, die Leiterin des ortsansässigen Gesundheitsamts gemeinsam Maßnahmen, zur Entlastung von Praxen und Kliniken im Landkreis Tübingen vor. [Weiterlesen]
Corona-Virus

06:52 Hersteller 3M hat Produktion von Schutzausrüstung hochgefahren
Der Technologiekonzern 3M hat wegen der Coronavirus-Epidemie die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal bereits hochgefahren. 3M stellt unter anderem monatlich Millionen Mundschutzmasken her. [Weiterlesen]
Schutzmaske
Dienstag, 03. März 2020
12:58 Leipziger Buchmesse fällt wegen Coronavirus aus
Die Leipziger Buchmesse ist wegen des Coronavirus vorsorglich abgesagt worden. Stadt und Veranstalter erklärten, damit solle eine weitere Ausbreitung des Virus vermieden werden. Rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern hatten sich angemeldet. [Weiterlesen]

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(Zuletzt geändert: Dienstag, 05.01.21 - 11:51 Uhr   -   22336 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

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Markierungsarbeiten für Rad- und Busverkehr Ab kommenden Dienstag bis voraussichtlich Freitag bringt das Tiefbauamt der Stadt Reutlingen verschiedene Fahrbahnmarkierungen an.
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Spende für Elterninitiative herzkranker Kinder Bei einer Clubnacht für den guten Zweck in der Kulturfabrik Zollernalb in Albstadt sind 6.500 Euro zusammen gekommen.
Foto: RTF.1
Jugendguides führen Interessierte durch die Gedenkstätte Jugendguides führen am Sonntag, den 12. April durch die Gedenkstätte Grafeneck.

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