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Corona

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Stadtspitze und Mediziner wenden sich mit "Tübinger Appell" an Bürger

Mit einem „Tübinger Appell“ wenden sich die Stadtspitze um OB Boris Palmer, die Tübinger DRK-Präsidentin Lisa Federle und Prof. Michael Bamberg von Uniklinikum zu Beginn des Corona-Teil-Lockdowns an die Bevölkerung. Sie bitten um Rücksichtnahme beim Einkaufen - und empfehlen Senioren, den TüBus vorerst nicht zu verwenden.

Der „Tübinger Appell" ist unterzeichnet von Oberbürgermeister Boris Palmer, dem Ersten Bürgermeister Cord Soehlke und der Bürgermeisterin Dr. Daniela Harsch sowie von Dr. Lisa Federle, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Tübingen, und Professor Dr. Michael Bamberg, Leitender Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Tübingen. Hier der Appell im Wortlaut:

"Liebe Tübingerinnen und Tübinger,

dieser November wird sich uns allen tief ins Gedächtnis einprägen. Die von Bund und Ländern angeordneten Verbote und Eingriffe in das Leben aller sind eine schwere Bürde. Nicht jede einzelne Maßnahme ist selbsterklärend, das Ziel aber ist klar: Die Zahl der nahen Kontakte mit anderen Menschen soll so weit wie möglich reduziert werden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

Das fällt aus vielen Gründen schwer. Wir sind soziale Wesen und können ohne andere Menschen nicht leben. Gastronomie und Kultur werden wir sehr vermissen. Doch ist es ungewiss, ob die dadurch vermiedenen Kontakte ausreichen, die Dynamik der zweiten Welle zu brechen. Schulen, Kitas und viele Betriebe sind anders als im April nicht geschlossen. Es bleiben also sehr viel mehr Kontakte erhalten als im ersten Lockdown. Und jetzt wird es nicht Sommer, sondern Winter. Es ist daher zu befürchten, dass die Maßnahmen weit über den November hinaus verlängert und sogar verschärft werden müssen.

Damit wir mit den nun beschlossenen Entbehrungen die erhoffte Eindämmung des Corona-Virus erreichen, möchten wir an Sie alle appellieren, die neuen Regeln nicht nur zu respektieren, sondern einen Schritt weiter zu gehen: Fragen Sie sich auch bei jedem Kontakt, ob er nötig ist oder so gestaltet werden kann, dass ein Infektionsrisiko so weit wie möglich ausgeschlossen ist.

In Tübingen haben wir schon seit Monaten versucht, die Strategie der Kontaktreduktion durch eine zweite Säule zu ergänzen: den besonders intensiven Schutz der Risikogruppen. Schulen und Kitas offen zu lassen, ist für das Wohl unserer Kinder elementar wichtig. Damit wird es bei den Jüngeren aber unvermeidlich eine größere Zahl von Corona-Infektionen geben. Den Kindern und Jugendlichen wird das nach allem, was wir heute wissen, wenig anhaben können. Ganz anders sieht es aus, wenn sie die Infektion an die Generation der Großeltern weitergeben. Das müssen wir verhindern.

Aus diesem Grund haben wir in Tübingen besondere Konzepte zum Schutz der Älteren entwickelt und realisiert:

In der Stadt Tübingen haben wir schon Anfang September regelmäßige Corona-Tests des Personals in Alten- und Pflegeheimen eingeführt. Jetzt sind wir auch Vorreiter darin, vor Besuchen im Heim einen Schnelltest durchzuführen. Mit diesem Schutzkonzept hoffen wir, das tödliche Eindringen des Virus in die Heime weiterhin zu verhindern.

o Seit April besteht die Möglichkeit für alle Menschen über 60 Jahre, ein Anrufsammeltaxi zum Tarif des TüBus zu nutzen – also ohne Aufpreis für die Inhaber von Dauerkarten und zum Preis von 2,50 Euro für alle anderen. Wir bitten alle Senioren, den TüBus im November nicht mehr zu benutzen und für die unabdingbaren Fahrten dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Wir bitten alle, die fit genug sind, nicht den Bus, sondern das Fahrrad zu nutzen, auch wenn es jetzt kälter wird.

o Mit dem Handel- und Gewerbeverein haben wir im April vereinbart, ein Zeitfenster für die Risikogruppen beim Einkauf einzurichten. Diesen Appell wollen wir erneuern: Bitte überlassen Sie die Zeit von 9.30 Uhr bis 11 Uhr zum Einkauf all jenen, für die eine Infektion mit dem Virus eine große Gefahr bedeutet, und kaufen Sie zu anderen Zeiten ein, wenn Sie unter 65 sind und keine Vorerkrankungen mit großem Covid-19-Risiko tragen.

o Schon im April haben wir die ältere Generation kostenfrei mit Masken versorgt. Damals waren nur Stoffmasken verfügbar. Nun sind auch medizinische Masken in ausreichender Zahl vorhanden. Die Stadt wird allen Menschen über 65 Jahren eine Erstausstattung dieser FFP2-Masken mit entsprechenden Informationen kostenlos zur Verfügung stellen. Wir bitten alle, die der Risikogruppe angehören – und das sind statistisch insbesondere alle Menschen im Seniorenalter: Schützen Sie sich selbst, vermeiden Sie wirklich alle unnötigen Kontakte und benutzen Sie nur noch medizinische Masken (FFP2), wenn Sie einen näheren Kontakt riskieren müssen.

Zur Kontaktreduktion und zum besseren Schutz für die Risikogruppe muss eine effektivere Kontaktverfolgung hinzukommen, damit der befürchtete Engpass in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sicher verhindert werden kann. Taiwan und Südkorea haben mit Einsatz modernster Technik die Kontaktverfolgung so optimiert, dass sie schneller sind als das Virus, und es komplett unter Kontrolle gebracht. Die deutsche Corona-Warn-App ist bisher leider weniger effektiv. Aber die App könnte einen wichtigen Beitrag leisten, wenn sie von mehr Menschen genutzt würde. Eine Verdopplung der Nutzerzahlen vervierfacht die Bremswirkung auf die Pandemie, da entsprechend mehr Menschen direkt gewarnt werden, wenn Kontakt zu einer infizierten Person bestand. Wenn Sie etwas für die Wiederöffnung von Gastronomie und Kultur wie auch für den Schutz der Älteren tun wollen, dann aktivieren Sie bitte spätestens jetzt die Corona-Warn-App.

Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, schützend um die Alten, Kranken und Schwachen zusammenzustehen und dabei Abstand zu halten. Das ist überaus herausfordernd, doch wir sind zuversichtlich, dass wir dies mit Bürgersinn und Verantwortung gerade in unserer Stadt schaffen werden."

Donnerstag, 29. Oktober 2020
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Der Deutsche Städtetag begrüßt die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie: "Besser, jetzt entschlossen zu handeln, als später mit Versäumnissen zu hadern". [Weiterlesen]
Mittwoch, 28. Oktober 2020
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13:04 "Das Aus für tausende Betriebe" - Zweiter Lockdown: Händler befürchten drastische Umsatzeinbußen
.Angesichts eines drohenden erneuten Lockdowns befürchten viele Händler im Südwesten drastische Umsatzeinbußen in den kommenden Wochen vor Weihnachten. „Jegliche Einschränkungen, auch Flächenbegrenzungen in diesem für die Händler extrem wichtigen Vorweihnachtsgeschäft, wird für tausende Betriebe - auch für gesunde mittelständische das Aus bedeuten“, sagt der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), Hermann Hutter: „Jegliche Beschränkungen im Einzelhandel vor Weihnachten bedeutet das Aus für tausende Betriebe, auch für gesunde, mittelständische Händler“ [Weiterlesen]

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In einem Schreiben an die Regierenden der Länder setzt sich die European Waterpark Association (EWA) als Verband der europäischen Freizeitbäder und Thermen für eine differenziertere Betrachtung bei der Diskussion um einen möglichen zweiten Lockdown ein. Es gebe keinen Grund, öffentliche Bäder als Orte mit einem höheren Infektionsrisiko und zu betrachten und etwa auf eine Stufe mit Kneipen und Bars zu stellen. Die Erfahrungen während des Betriebs unter Pandemiebedingungen hätten das Gegenteil bewiesen: [Weiterlesen]

02:36 Harter Corona-Lockdown-Plan vom 04. bis 30. November: Vieles muss schließen, Einzelhandel wird verschont
In der Nacht zum Mittwoch sind die Bundes-Pläne für den zweiten Lockdown bekannt geworden: Er soll vom 04. bis 30. November 2020 gelten. Die Ministerpräsidenten müssen noch zustimmen. Schließen müssten demnach: Theater, Oper, Konzerthäuser, Sportanlagen, Fitnesstudios, Körperpflege, Schwimmbäder, Freizeitparks, Messen. Touristische Übernachtungen werden verboten. Gastronomie darf nur noch Abholservice anbieten. Einzelhandel bleibt unter Auflagen verschont. Friseure und Physiotherapie bleiben erlaubt. Schulen und Kitas bleiben offen - und werden besser geschützt. Nur noch Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich treffen. [Weiterlesen]
Dienstag, 27. Oktober 2020
18:51 "In 28 Tagen sind alle Intensivbetten belegt!" - Kassenärztliche Vereinigung warnt vor Kollaps
Die Kassenärztliche Vereinigung warnt vor einem Kollaps des deutschen Gesundheitssystems: Eine Modellrechnung habe ergeben, dass in 28 Tagen alle Intensivbetten in Deutschland belegt sind. In Tübingen sind heute bereits 90 % aller Intensivbetten belegt. In Reutlingen sind 72 % belegt. Im Zollernalbkreis sind 79% belegt. Derzeit werden in der Region 4 Covid19-Patienten beatmet. Insgesamt verfügt die Region Neckar-Alb noch über 34 freie Intensivbetten. [Weiterlesen]

09:28 IHK Stuttgart warnt vor Lockdown - "Verheerende Folgen"
Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart Marjoke Breuning warnt vor weiteren schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für viele der rund 160.000 IHK-Mitgliedsbetriebe in der Region Stuttgart, sollte sich ein neuer Lockdown wie im Frühjahr dieses Jahres nicht vermeiden lassen. [Weiterlesen]

08:40 SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert "Teil-Shutdown"
Angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen bundesweiten Teil-Shutdown "für eine begrenzte Zeit". Mit offenen Schulen, aber geschlossenen Lokalen. Die Menschen seien zu sorglos. [Weiterlesen]

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Montag, 26. Oktober 2020
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Sonntag, 25. Oktober 2020
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Samstag, 24. Oktober 2020
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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Corona. Das wurde am heutigen Nachmittag bekannt. Wenige Stunden nach den Auftreten von Symptomen lag demnach ein positives Testergebnis vor. [Weiterlesen]
Dienstag, 20. Oktober 2020
16:14 Kretschmann und Lucha zu weiteren Strategien in der Corona-Pandemie
Seit Montag ist für das ganze Land Pandemiestufe 3 und damit die höchste beschlossene Stufe ausgerufen worden. Doch was kommt eigentlich danach? Ministerpräsident Kretschmann und Gesundheitsminister Lucha sprachen heute bei der Regierungspressekonferenz in Stuttgart über mögliche weitere Maßnahmen, aber auch über Themen wie Vor- und Nachteile des Föderalismus in Deutschland in Pandemie-Zeiten. [Weiterlesen]

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