Politik will Maskenpflicht mehrheitlich beibehalten
Die Politik will die Maskenpflicht mehrheitlich beibehalten. Vorstöße einzelner Politiker, sie aufzuheben, ernteten Widerspruch - auch aus Baden-Württemberg.
Aus dem Staatsministerium in Stuttgart hieß es heute: Die Maskenpflicht soll vorerst bleiben. Lockerungen oder gar eine Abschaffung seien nicht geplant. Auch weitere Bundesländer lehnten Vorstöße ab, die Maskenpflicht beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr abzuschaffen.
So ist auch Bayerns Regierungschef mit seiner Meinung an der Seite Baden-Württembergs:
Die Maskenpflicht bleibt bestehen, da das Tragen von Masken eines der wenigen wirksamen Instrumente gegen die Ausbreitung von Corona ist. Wir setzen unseren Kurs von Vorsicht und Umsicht fort, um Risikogruppen zu schützen. Corona ist noch nicht vorbei.
— Markus Söder (@Markus_Soeder) July 6, 2020
Sogar die Bundeskanzlerin ließ über Regierungssprecher Seibert erklären, dass sie gegen eine Abschaffung der Maskenpflicht sei - vor allem mit Blick auf die Sommerferien. Wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet ist, seien Masken weiterhin ein wichtiges und unverzichtbares Mittel.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält aktuell ebenfalls nichts davon, die Maskenpflicht bereits abzuschaffen. Er twitterte heute:
Ich verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Aber das Virus ist noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert ist, bleibt die Alltagsmaske geboten. So achten wir aufeinander und schützen uns gegenseitig. #COVID19
— Jens Spahn (@jensspahn) July 5, 2020
Die Debatte um die Maskenpflicht hatte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ins Rollen gebracht. Er hatte in einem Interview die Maskenpflicht in seinem Bundesland angesichts gesunkener Infektionszahlen in Frage gestellt.
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