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Sorge vor Zirkussterben

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Zirkusverband appelliert an Kommunen, Gastspiele zu ermöglichen

Der Verband Deutscher Circusunternehmen appelliert an Kommunen, Gastspiele ab September zu ermöglichen. Sonst drohe das Aus für viele Zirkusse. Wo Zirkusse festsitzen, sollen sich die Kommunen kulant zeigen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie sind viele Zirkusunternehmen in verschiedenen Städten gestrandet oder mussten in ihre Winterquartiere zurückfahren. Nun sollen Gastspiele unter Auflagen und mit begrenzten Zuschauerzahlen wieder möglich seien. Dennoch stehen Zirkus-Unternehmen weiterhin vor Problemen.

Stadtverwaltungen wollen keine Plätze zur Verfügung stellen, berichtet der Verband Deutscher Circusunternehmen. Selbst Privatplätze oder im Frühjahr bereits zugesagte Plätze würden nicht mehr vergeben.

Zirkus-Gastspiele derzeit kaum kostendeckend

Auch wenn der Zirkus eine Gastspielzusage bekommen würde, ist aus Sicht des Verbands ein kostendeckendes Gastspiel im Hochsommer mit Pandemie-Beschränkungen nicht möglich. Die Monate Juli/August seien schon unter normalen Umständen für alle Zirkusunternehmen, egal ob groß oder klein, eine schwierige Zeit.

Normalerweise erwirtschaftet jeder Zirkus im Frühjahr ein gewisses finanzielles Polster für die Sommermonate. "Unter den gegebenen Auflagen und der Einstellung der Bevölkerung ist es zur Zeit unmöglich, die Kosten für Werbung, Transport, Strom, Wasser und Lebensunterhalt für Mensch und Tier einzunehmen", so der Zirkusverband.

Neue Chance ab September

Diese Chance bestehe erst wieder ab September/Oktober. Der Verband Deutscher Circusunternehmen appelliert gemeinsam mit dem Berufsverband der Tierlehrer an die Stadtverwaltungen, diese Gastspiele zu unterstützen - und an alle Zirkusunternehmer, diese jetzt bereits zu planen. Der Verband hat hier bereits in einem Rundschreiben an viele Städte um eine bereitwillige Mithilfe gebeten.

Der Verband bittet zudem alle Gemeinden, in denen Unternehmen noch auf Festplätzen oder Privatplätzen festsitzen, diese noch bis Mitte August zu beherbergen und zu unterstützen, sowie bei einem Neustart Hilfe zu gewähren.

Sorge vor weiterem Zirkussterben

Der Verband macht sich große Sorgen um den Weiterbestand seiner Mitglieder, da die Hilfen für Schausteller und Zirkusunternehmen seinen Angaben nach bei weitem nicht ausreichen. Außerdem dürfen die für Schausteller und Zirkusunternehmen finanziell so wichtigen Weihnachtsveranstaltungen nicht auch noch ausfallen. Dies könnte endgültig für viele das "Aus" bedeuten könnte.

Niemand könne so viele zusätzliche KFW-Kredite aufnehmen, um ein ganzes Jahr alle laufenden Kredit- und Leasingraten, laufende Versicherungen und Grundstückskosten und Lebensunterhalt für die Familien und Tiere zu finanzieren. "Wann sollen die Kredite denn jemals zurückgezahlt werden, sofern man sie überhaupt bekommen hat?", fragt der Verband. Hier müsse die Regierung unbedingt eine bessere Lösung finden.

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