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Wegen Corona

Foto: Pixabay.com
So planen Unis und Hochschulen das "Online-Sommersemester"

Studierende im Land sollen das Sommersemester nicht wegen Corona verlieren. Unis und Hochschulen setzen auf digitale Lehre. Wir zeigen beispielhaft, wie die Hochschulen Albstadt-Sigmaringen und Reutlingen die Lage angehen.

Nach einem Beschluss des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums startet der Vorlesungsbetrieb in diesem Sommersemester erst am 20. April, eine Woche später als vorgesehen. Doch möglicherweise müssen die Hörsäle weiter verschlossen bleiben, weil die Coronakrise noch nicht überwunden ist. Die Unis und Hochschulen bereiten sich auf dieses Szenario vor. Dass das Sommersemester ausfällt, kommt laut Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer nicht infrage.

Virtuelles Klassenzimmer, Vorlesungsaufzeichnungen, Online-Testate, Lernvideos - Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen setze "alles daran, die Durchführung des Sommersemesters für unsere Studierenden sicherzustellen", betont zum Beispiel deren Rektorin Dr. Ingeborg Mühldorfer. Die Hochschule will ab dem 20. April so viele Lehrveranstaltungen wie möglich in digitalen Formaten anbieten. "Und auch wenn die Hochschule in knapp drei Wochen wieder öffnen könnte, „wird die Gefahr durch das Virus noch lange nicht gebannt sein", sagt Ingeborg Mühldorfer. „Mit der Verlagerung eines Großteils der Lehre ins Digitale wollen wir daher nicht nur auf eine längere Schließung der Hochschule vorbereitet sein, sondern auch das Ansteckungsrisiko minimieren."

Die Hochschulen in Baden-Württemberg und das Wissenschaftsministerium würden sich derzeit "auf Hochtouren" abstimmen und vorbereiten, so Mühldorfer. Am 9. April sollen die Studierenden eine Stundenplanung mit dem digitalen Angebot für ihren jeweiligen Studiengang erhalten. Ein Team um den Prorektor Lehre, Prof. Clemens Möller, organisiert die derzeitige Umstellung federführend und berät Professorinnen und Professoren bei der Umsetzung digitaler Lehrformate.

"Schwierige Zeit, die mutiges Handeln verlangt"

„Glücklicherweise kommt uns nun zugute, dass wir an unserer Hochschule ohnehin längst digitale Maßnahmen etablieren, um die Lehre zu unterstützen", sagt Clemens Möller. Dennoch: „Eine schwierige Zeit, die mutiges Handeln verlangt". Den Anspruch, dass alles ab dem ersten Tag reibungslos läuft, hat die Hochschulleitung nicht. „Die Krisensituation ist für uns alle außergewöhnlich", sagt Rektorin Mühldorfer. „Es werden Fehler passieren, und wir werden sie aushalten müssen." Aber etwas zu unternehmen sei allemal besser als es zu unterlassen: „Es ist eine schwierige Zeit, die mutiges Handeln verlangt." Tatsächlich könne diese Ausnahmesituation für die Hochschule auch eine große Chance sein, die bereits beschrittenen Wege im Bereich der Digitalisierung fortzusetzen.

An der ESB Business School der Hochschule Reutlingen halten Professoren ihre Lehrveranstaltungen seit Kurzem virtuell. Deren Studiengänge orientieren sich an den internationalen Semesterzeiten und haben daher längst mit dem Vorlesungsbetrieb begonnen. Professoren und Lehrbeauftragte der ESB bieten Livestreams und Aufzeichnungen an, diskutieren mit ihren Studierenden in Chatrooms, vergeben Übungsaufgaben und veröffentlichen Skripte zum Selbststudium.

Die Hochschule Reutlingen hat zudem ein freiwilliges Lernangebot im Grundlagenbereich für die Erstsemester-Bachelorstudierenden. Weiteres sollen die Studierenden noch erfahren.

Politik für mehr digitale Lehre

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) stellte heute klar, dass ein "Nicht-Semester" oder "Null-Semester" nicht zur Debatte stehe. „Trotz der ungewissen Situation in Bezug auf die Pandemie-bedingten Ein­schränkungen des Studienbetriebes ist so viel schon heute klar: Das Sommersemester darf kein verlorenes Semester für die jungen Menschen werden", betonte Bauer.

"Wir wollen, dass unsere Hochschulen so weit wie möglich auf Online-Formate umstellen und neue Wege beschreiten für den Studienbetrieb", sagte Theresia Bauer und forderte: "Es ist enorm wichtig, dass unsere Hochschulen im ganzen Land den Studien­betrieb immer stärker um virtuelle Angebote ergänzen. Es gibt auf diesem Gebiet schon viele Erfahrungen und Vorreiter-Hochschulen, die zeigen, wie es geht. Wir haben in den vergangenen Jahren rund zehn Millionen Euro investiert, um die Pioniere zu unterstützen. Darauf können die Hochschulen jetzt aufbauen."

Gabi Rolland, hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Opposition im Landtag, teilt die ablehnende Position von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu einem Ausfall des Sommersemesters. "Deswegen müssen bei der Umstellung auf digitale Lehr- und Lernformate alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit das bevorstehende Sommersemester in vollem Umfang gezählt und angerechnet werden kann", erklärte sie.

"Insbesondere die Verantwortlichen an den Hochschulen sind gerade mit Hochdruck und großer Motivation dabei, die technische Ausstattung in der IT-Infrastruktur und praktikable Software-Tools auszubauen, die digitale Didaktik der Hochschullehre mit innovativen Lösungen und unter Wahrung hoher Qualitätsstandards weiterzuentwickeln und Lehrende dazu in Schnellkursen angemessen zu schulen", so Rolland.

Die Landesregierung ist aus Sicht der SPD-Politikerin in der Pflicht, "die Hochschulen bei ihren Anstrengungen auf allen Feldern größtmöglich zu unterstützen - sei es bei der flexiblen Handhabung rechtlicher Vorgaben, aber auch bei der Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel". Das Thema Digitalisierung in der Lehre an den Hochschulen habe bei Wissenschaftsministerin Bauer bisher nicht die Priorisierung gefunden, die ihm eigentlich zustehe. Hier brauche es einen Paradigmenwechsel und eine gezielte eigene Förderung der digitalen Lehre an den Hochschulen. Andere Bundesländer seien hier schon viel weiter "oder nutzen in der Krise die sich nun auftuende Notwendigkeit für Nägel mit Köpfen."

Dienstag, 10. März 2020
13:08 Fünf bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
Live aus der Pressekonferenz: Fünf bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
Corona-Virus

13:01 Aktuelle Pressekonferenz: Fünf bestätigte Coronavirus-Fälle im Landkreis Reutlingen
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Virus

12:06 Erster #Corona-Fall in Grafenberg im Landkreis Reutlingen
Im Landkreis Reutlingen gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Ein Einwohner aus Grafenberg wurde positiv auf das Corona-Virus Covid-19 getestet. Näheres soll heute um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. [Weiterlesen]
Corona-Virus

12:06 Fünf Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen
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Schutzmaske
Montag, 09. März 2020
15:21 Krisenstab eingerichtet
Die Stadt Metzingen hat sich letzte Woche entschieden aufgrund des Coronavirus einen Krisenstab einzurichten. [Weiterlesen]

12:35 Entwicklung eines Coronaimpfstoffes laufen auf Hochtouren
Sicherheit geht vor! Darum beschränken auch viele Firmen in der Region ihre Kontakte nach Außen auf ein Minimum. Die Tübinger CureVac AG ist eine davon. Das biopharmazeutische Unternehmen ist derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das grasierende Coronavirus. Und auch wenn wir vor Ort derzeit nicht drehen können, so wollen wir Ihnen den aktuellen Stand der Dinge dennoch nicht vorenthalten. Also haben wir kurzer Hand telefonisch nachgefragt. [Weiterlesen]
Corona-Virus
Samstag, 07. März 2020
14:26 Arztmobil überrannt - Verantwortliche plädieren für Augenmaß im Umgang mit dem Coronavirus
Bin ich wirklich mit dem Coronavirus infiziert oder ist das jetzt nur Angst die ich habe? Die leitende Notärztin und DRK-Vorsitzende Dr. Lisa Federle möchte, dass sich die Tübinger genau diese Frage stellen. [Weiterlesen]

14:07 #Corona-Virus: Fragen und Antworten - Das müssen Sie wissen!
Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Corona-Virus zusammengefasst! Sie finden hier auch Telefonnummern, die Sie anrufen können. Wir aktualisieren und ergänzen diese Infos regelmäßig: Schauen Sie also immer wieder hier vorbei! [Weiterlesen]
Corona-Virus https://www.rtf1.de/news.php?id=24978

11:09 Bürgertelefon zum Coronavirus
Das Landratsamt des Zollernalbkreises hat ein Bürgertelefon zum neuartigen Coronavirus eingerichtet. Landrat Günther-Martin Pauli nannte das Virus eine Herausforderung, wie er und seine Kollegen sie im medizinischen Bereich noch nie gehabt hätten. [Weiterlesen]
Freitag, 06. März 2020
16:30 Umfrage - Haben die Reutlingerinnen und Reutlinger Angst vor dem Coronavirus?
Nicht nur die Behörden und Institutionen, auch die Bürger beschäftigt der neuartige Coronavirus. Supermarktregale sind an manchen Orten leer, Apotheken und Drogeriemärkte haben Schwierigkeiten Nachschub an Desinfektionsmittel zu liefern und Masken zum Schutz der Atemwege sind ebenfalls Mangelware. [Weiterlesen]
Schutzmaske

16:23 Coronavirus: Neue Regelungen für Schulen und Kindergärten
Wegen dem Coronavirus hat das Kultusministerium zusätzliche Regelungen für Schulen und Kindergärten definiert. Grund dafür ist, dass das Robert-Koch Institut die Liste der Risikogebiete auf die Autonome Provinz Bozen - Südtirol erweitert hat. [Weiterlesen]

09:32 Weitere Covid-19 Fälle
Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vermeldet neun weitere Ansteckungen mit der Lungenkrankheit Covid-19, acht davon im Zollernalbkreis. [Weiterlesen]
Corona-Virus
Donnerstag, 05. März 2020
16:18 Corona-Virus: Jetzt 73 Fälle im Land - Neue Infektionen alle im Zusammenhang mit Italien
Am Donnerstagmittag (5. März 2020) wurden dem Ministerium für Soziales und Integration vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg acht neue bestätigte Covid-19-Fälle gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Esslingen (5 Fälle) und Ravensburg (1 Fall), der Bodenseekreis (1 Fall) sowie Stuttgart (1 Fall). Damit steigt die Zahl der Infektionen im Land auf 73 [Weiterlesen]

07:37 #Corona-Virus: Fragen und Antworten - Das müssen Sie wissen!
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Corona-Virus

03:19 Verschiebung von Ferien wegen Coronavirus derzeit kein Thema
Die Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz hält es aktuell nicht für nötig, mit Blick auf das Coronavirus landesweit Schulen zu schließen. Italien erwägt dies derzeit offenbar für alle Schulen und Unis. Klassenfahrten aber müssen ausfallen. [Weiterlesen]
Mittwoch, 04. März 2020
17:01 Coronavirus: Arztmobil wieder im Einsatz - Landratsamt Tübingen informiert
Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sehen sich derzeit viele Hausärzte und Kliniken in der Region mit unterschiedlichsten neue Aufgaben konfrontiert. In einem Pressegespräch im Tübinger Landratsamt, am heutigen Mittwoch, stellten Landrat Joachim Walter, Dr. Lisa Federle, die Leitende Notärztin im Landkreis und Birgit Walter-Frank, die Leiterin des ortsansässigen Gesundheitsamts gemeinsam Maßnahmen, zur Entlastung von Praxen und Kliniken im Landkreis Tübingen vor. [Weiterlesen]
Corona-Virus

06:52 Hersteller 3M hat Produktion von Schutzausrüstung hochgefahren
Der Technologiekonzern 3M hat wegen der Coronavirus-Epidemie die Produktion von Schutzausrüstung für medizinisches Personal bereits hochgefahren. 3M stellt unter anderem monatlich Millionen Mundschutzmasken her. [Weiterlesen]
Schutzmaske
Dienstag, 03. März 2020
12:58 Leipziger Buchmesse fällt wegen Coronavirus aus
Die Leipziger Buchmesse ist wegen des Coronavirus vorsorglich abgesagt worden. Stadt und Veranstalter erklärten, damit solle eine weitere Ausbreitung des Virus vermieden werden. Rund 2.500 Aussteller aus 51 Ländern hatten sich angemeldet. [Weiterlesen]

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(Zuletzt geändert: Dienstag, 31.03.20 - 19:38 Uhr   -   21736 mal angesehen)

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Mit Messer angegriffen Wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt der Polizeiposten Mössingen gegen einen 27-jährigen Mann. Er steht in dringendem Verdacht, einen 19-Jährigen am Montagabend auf dem Mössinger Bahnhof mit einem Messer angegriffen zu haben.
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Mehr politisch motivierte Straftaten Die politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr zugenommen. Das geht aus der Statistik hervor, die Innenminister Thomas Strobl am Dienstag in Stuttgart vorgestellt hat.
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Drei Verletzte bei Verkehrsunfall Bei einem Verkehrsunfall am Ostermontag auf der B 313 zwischen Engstingen und Trochtelfingen sind drei Menschen verletzt worden.

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