Bayern ruft wegen Coronavirus Katastrophenfall aus
Der Freistaat Bayern ruft am Montag Vormittag wegen des Coronavirus den Katastrophenfall aus. Das öffentliche leben wird weiter eingeschränkt. Ausgangssperren sind aber nicht geplant.
Ministerpräsident Markus Söder hat im Bayerischen Rundfunk angekündigt, am Montag Vormittag den Katastrophenfall auszurufen. Das geschehe vor allem deshalb, weil dann die Bewältigung der Corona-Krise strukturierter und nach klaren Vorgaben ablaufen könne, etwa bei der medizinischen Versorgung.
Eine Ausgangssperre soll es - anders als in anderen europäischen Ländern - aber nicht geben. Viele Einrichtungen werden jedoch geschlossen oder sollen nur eingeschränkt öffnen, wie Zoos und Schwimmbäder., Bars und Restaurants. Lebensmittelgeschäfte bleiben ausdrücklich geöffnet. Deren Öffnungszeiten will Bayern sogar ausweiten, um die Grundversorgung zu sichern. Die Grenzen zu Österreich werden geschlossen.
Zur Sicherheit und zum Schutz Bayerns ist die Einschränkung des Grenzverkehrs zu Österreich notwendig. Für Pendler und Waren- und Lieferketten bleibt die Grenze offen, damit die Bevölkerung versorgt wird. Die bayerische Grenzpolizei steht bereit, um Bundespolizei zu unterstützen.
— Markus Söder (@Markus_Soeder) March 15, 2020
Ein Schutzschirm der Bayerischen Staatsregierung in Milliardenhöhe soll kleinen und mittelständischen Unternehmen helfen, durch die Corona-Krise zu kommen.
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