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Die Corona-Pandemie: Alles über die vielversprechendsten Medikamente

Seit einigen Wochen werden in China verschiedene Medikamente gegen das Corona-Virus getestet. dabei handelt es sich um Medikamente, die bisher gegen ganz andere Krankheiten - wie bspw. gegen das Ebolavirus, Sars, Mers, Malaria und HIV - eingesetzt wurden. Was es damit auf sich hat, und wann die Medikamente auch in Deutschland eingesetzt werden könnten, lesen Sie hier:

Seit einigen Wochen werden in China verschiedene Medikamente gegen das Corona-Virus getestet. dabei handelt es sich um Medikamente, die in früheren Jahren bereits gegen andere Viren - wie bspw. SARS - erfolgreich eingesetzt wurden. Und um Medikamente, die bisher gegen ganz andere Krankheiten - wie bspw. gegen das Ebolavirus, Malaria und HIV - eingesetzt wurden.

Einige Mediziner gehen davon aus, dass in den nächsten Wochen oder Monaten hinreichende Erfahrungen über die Wirksamkeit der verschiedenen Medikamente und Wirkstoffe gegen das Corona-Virus vorliegen, und die wirksamen Medikamente dann auch rasch in Deutschland zum Einsatz kommen könnten.

Dazu zählen Remdesevir, Kaletra, Resorchin, Ribavirin, Tamiflu, ANP01, AT-100, Interferon Alfa 2B.

Lesen Sie hier, was es mit diesen heißen Wirkstoff-Kandidaten gegen Corona auf sich hat: 

  • Remdesevir von Gilead, das gegen Ebola entwickelt wurde. Das Medikament wirkt in der Zelle und blockiert dort die Vermehrung des Virus. Für medizinisch Interessierte: Das Medikament blockiert das Enzym RNA-Polymerase , das vom Coronavirus benötigt wird. In Bayern steht der Einsatz an drei Patienten offenbar unmittelbar bevor.
  • Kaletra, ein HIV-Medikament, das aus zwei Protease-Inhibitoren besteht.Ribavirin, ein Medikament gegen Hepatitis C.
  • Resorchin von Bayer: Ein Malaria-Medikament, das allerdings seit 2019 nicht mehr produziert wird.
  • Tamiflu von Hoffmann - La Roche: Dieses Medikament enthält den Wirkstoff Oseltamivir und wird bisher zur Vorbeugung und Behandlung von Influenza eingesetzt. Für medizinisch Interessierte: Oseltamivir ist ein Neuraminidase-Hemmer.
  • ANP01 von Apeiron: Dieses Medikament wirkt beim Versagen der Lunge und anderer Organe. Es versperrt dem Virus zusätzlich den Zugang zur Zelle.Es ist für das dritte von vier Krankheitsstadien geeignet, wenn der Patient schon schwer krank ist, aber noch nicht auf der Intensivstation liegt, zitiert die "Neue Züricher Zeitung am Sonntag" den Apeiron-Chef Josef Penninger.
  • AT-100 von Airway Therapeutics in Cincinnati (Ohio): Das Biopharmazie-Unternehmen entwickelt derzeit eine neue Klasse von Biologika, um für Patienten mit Erkrankungen der Atemwege und entzündlichen Erkrankungen den Kreislauf von Verletzungen und Entzündungen zu durchbrechen. Jetzt will das US-Unternehmen testen, ob seine Eigenentwicklung AT-100 als Medikament gegen das neue Coronavirus (COVID-19) eingesetzt werden kann. Für medizinisch Interessierte: AT-100 ist eine bearbeitete Version eines körpereigenen Proteins (rhSP-D), die in vorklinischen Studien laut Firmenangaben Entzündung und Infektion reduziert hat und zugleich die Immunreaktion bei einer Reihe von Erkrankungen der Atemwege stimuliert hat.
  • Interferon Alfa 2B von BioCubaFarma. Interferon ist ein körpereigener Immunabwehr-Stoff, der sich offenbar zum Einsatz gegen Corona eignet.Der kubanische Hersteller will diese Substanz weltweit ausliefern.

 

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