Tübinger Tafel schließt Laden - Großteil der Ehrenamtlichen gehört zur Risikogruppe
Die Tübinger Tafel schließt ab sofort ihren Laden - bis voraussichtlich 17. April 2020. Warum der Tafel die Schließung nicht leicht fiel, und was letztendlich den Ausschlag gegeben hat, lesen Sie hier:
Auf einer Krisensitzung am 14. März 2020 hat der Vorstand der Tübinger Tafel die sofortige Schließung bis voraussichtlich 17. April 2020 beschlossen. Das gab die regionale Hilfsorganisation in einer Pressmitteilung bekannt. Die Schließung sei entsprechend der Schließungsverfügung des Kultusministeriums für die Schulen erfolgt.
Der Beschluss sei dem Vorstand nicht leicht, heißt es: Denn neben der Rettung von Lebensmitteln sehe er seine Aufgabe vor allem in der Unterstützung der etwa 1700 bedürftigen Menschen - darunter 50% Kinder – in und um Tübingen herum. Die werden jede Woche von der Tafel mit dem Nötigsten versorgt.
Diese Arbeit werde überwiegend von älteren Menschen getragen, die von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffen sind, schreibt die Tübinger Tafel: "Sie schleppen, säubern, und sortieren Lebensmittel und wenden sich den Kundinnen und Kunden zu. Ältere sind auch durch das bei uns übliche Gedränge deutlich stärker als Jüngere durch eine Ansteckung in ihrer Gesundheit gefährdet."
Die Tübinger Tafel folge dabei auch der Bitte des Gesundheitsministeriums um Reduzierung sozialer Kontakte: "Ausschlaggebend für den Beschluss war deshalb die Schutzbedürftigkeit der vielen älteren Ehrenamtlichen wie auch der zum Teil alten und gesundheitlich angeschlagenen Kunden."
Quelle: PM Tübinger Tafel
Webradio hören