Weitere Coronafälle
Erst am Dienstag hatte Landrat Thomas Reumann zu einer kurzfristigen Pressekonferenz geladen. Dort hatte er bekannt gegeben, dass es im Reutlinger Landkreis fünf bestätigte Coronafälle gibt. Mittlerweile hat sich die Zahl verdoppelt.
Dass die Verunsicherung der Bürger im Landkreis Reutlingen in Bezug auf das COVID 19 Virus hoch ist zeigt die hohe Anzahl der Anrufe, die bisher beim extra eingerichteten Bürgertelefon eingingen - 1.700 Personen suchten dort Hilfe.
Wegen der hohen Nachfrage wurde das Informationsangebot nun erweitert. Das Telefon ist unter der Nummer 07121 4804399 unter der Woche von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr erreichbar und am Wochenende von 8:00 bis 16:00 Uhr.
Wie sich die Situation im Landkreis Reutlingen - Stand Donnerstagnachmittag - entwickelt hatte berichtete Thomas Reumann im Interview mit RTF1.
Am Donnerstagnachmittag waren es zehn laborbestätigte und 120 begründete Verdachtsfälle, bei denen das Abstrichergebnis noch offen war.
Unter diesen 10 bestätigten Fällen befanden sich auch zwei Personen aus Pfullingen, die wiederum im engen Kontakt mit einer Erzieherin eines dortigen Kindergartens standen. Die Stadt entschied daraufhin, dass der Kindergarten bis einschließlich Montag geschlossen bleibt.
Das Ergebnis darüber, ob die Erzieherin tatsächlich mit dem Lungenleiden infiziert wurde, stand zum Zeitpunkt der Konferenz noch aus.
Um den künftig wohl ansteigenden Zahlen an Verdachtsfällen bewältigen zu können hat der Landkreis entschieden zwei Corona-Abstrichstellen Stationen in Form eines Drive -Trough zu installieren. So können Menschen quasi im Vorbeifahren untersucht werden.
Eine dieser Stationen soll in Reutlingen, eine andere in Münsingen entstehen.
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