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Grafenberg / Landkreis Reutlingen

Foto: Bild von skylarvision auf Pixabay
Fünf Corona-Fälle im Landkreis Reutlingen

Im Landkreis Reutlingen gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg wurde positiv auf das Corona-Virus Covid-19 getestet. Näheres soll heute um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Wir halten Sie sofort auf dem Laufenden! Ganz aktuell: Seit heute 5 nachgewiesene Fälle im Landkreis!

Im Landkreis Reutlingen gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg wurde positiv auf das Corona-Virus Covid-19 getestet. Offenbar hatte sich die infizierte Person zuvor in einem Risikogebiet in Südtirol aufgehalten. Näheres soll heute um 13 Uhr auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Wir halten Sie sofort auf dem Laufenden!

Bislang war der Landkreis Reutlingen eine der wenigen Regionen in Baden-Württemberg, der noch "coronafrei" war. Bis gestern (09.03.2020) wurden im Landkreis Reutlingen in insgesamt 68 Verdachtsfällen Laboruntersuchungen durchgeführt. In allen 68 Fällen lag keine Corona-Infektion vor.

Wir berichten live aus der Pressekonferenz unter diesem Link!

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Erster bestätigter Coronavirus-Fall im Landkreis Reutlingen: Wir berichteten live von der aktuellen Pressekonferenz im Landratsamt Reutlingen vom 10.03.2020 ab 13 Uhr:

Seit heute (10.03.2020) gibt es im Landkreis Reutlingen 5 bestätigte Corona-Fälle!

Das teilte das Landratsamt auf einer Pressekonferenz mit. Während von vier Fällen in Reutlingen und Engstingen offenbar keine weitere Ansteckungsgefahr ausgeht, könnte der Grafenberger Corona-Infizierte weitere Menschen in einer Arztpraxis (außerhalb Grafenbergs) angesteckt haben.

Corona-Patient saß im Wartezimmer

Ein 65-jähriger aus Grafenberg, der sich zuvor in Südtirol aufgehalten hatte, hatte am 06.03.2020 eine Hausarzt-Praxis aufgesucht und saß dort auch im Wartezimmer. Der Mann war dann am 09.03.2020 wegen anderer Beschwerden nochmals in der Arztpraxis. Die Praxis liege im Landkreis Reutlingen, aber nicht in Grafenberg.

Offenbar war der Arzt seit dem 09.03.2020 über das positive Corona-Ergebnis seines Patienten informiert; hatte diese Information aber entgegen den Vorschriften nicht an das Reutlinger Gesundheitsamt und auch nicht an das Reutlinger Landratsamt gemeldet.

Zu dem Zeitpunkt, als sich der 65-jährige in Südtirol aufgehalten hat, war Südtirol noch nicht zum Risikogebiet erklärt worden. Die Einstufung zum Risikogebiet datiert vom späten Abend des 05.03.2020. Beim Arzt war der Mann - wegen anderweitiger Beschwerden - einen Tag darauf, am 06.03.2020.

Patient wurde über einen "isolierten Nebeneingang" im Kreisklinikum aufgenommen

Der Corona-Patient wurde zur Zentralen Notaufnahme der Kreiskliniken Reutlingen geschickt. Dort wurde er dem Landratsamt zufolge über einen isolierten Seiteneingang aufgenommen.

Der Patient hat keine schweren Symptome und ist "absolut stabil".Er bleibt zur Beobachtung für einen weiteren Tag in der Kreisklinik Reutlingen.

"Der Schutzplan hat nicht funktioniert!"

Es sei "ärgerlich, dass der Mann zwei Mal im Wartezimmer saß" sagte Landrat Reumann auf der Pressekonferenz: Die Kontaktpersonen könnten jetzt nur noch schwer ermittelt werden.

"Der Schutzplan hat nicht funktioniert", sagte Reumann: Das Landratsamt habe genau dieses Szenario vermeiden wollen.

Vier der Corona-Infizierten waren schon in vorsorglicher häuslicher Quarantäne

Die fünf Corona-Fälle standen nach bisherigen Erkenntnissen nicht in Kontakt zueinander.

Die vier anderen Corona-Patienten hatten auch keine Arzt-Praxen aufgesucht: Bei ihnen handelte es sich um Kontakpersonen eines Corona-Falls aus Heilbronn. Deswegen hatten sich die vier vorsorglich in häuslicher Quarantäne befunden. Die Abstriche waren vom Bürgerservice bei den Personen zuhause genommen worden.

Deswegen hätten diese vier wohl keine weiteren Personen angesteckt. Geht es den Personen in der häuslichen Quarantäne weiterhin gut, müssen sie nicht in die Klinik.

Bei diesen vier Corona-Patienten handelt es sich um einen 44-jährigen aus Reutlingen, eine Mutter mit ihrem Sohn aus Reutlingen und um einen 57-jährigen aus Engstingen.

Hat der Arzt den begründeten Verdachtsfall zu spät gemeldet?

Der Arzt, der den Grafenberger behandelt hat, "hätte theoretisch" den begründeten Verdachtsfall schon gestern melden können, gab das Landratsamt bekannt. Das Gesundheitsamt Reutlingen und das Landratsamt Reutlingen wurden demnach erst heute Vormittag vom Labor informiert: Der Arzt sei "seiner Meldepflicht nicht nachgekommen."

Ob dies für den Arzt Konsequenzen hat, ist noch unklar: Der Sachverhalt müsse erst noch genau ermittelt werden. Jetzt habe die Versorgung der Patienten oberste Priorität. Dann die der Kontaktpersonen.

In der Arztpraxis, die der Corona-Patient aufgesucht hatte,dürfen im Moment keine Patienten mehr behandelt werden. Die Kontaktpersonen werden jetzt nachverfolgt.

Das Landratsamt hat nicht bekannt gegeben, um welche Arztpraxis es sich handelt. Sie liegt im Landkreis Reutlingen. Jetzt werden auch die Leute aus dem Wartezimmer von Freitag und Montag ermittelt.

Grafenberger könnte andere Menschen im Landkreis angesteckt haben

"Gefährlich" für die Ansteckung weiterer Menschen sei nur der Mann aus Grafenberg. Er könnte bei seinen Arztbesuchen und Kontakten weitere Menschen mit Corona angesteckt haben. Es werde jetzt ermittelt, mit wem er am Wochenende dazwischen alles Kontakt hatte.

Menschen aus Risikogebieten oder mit Kontakt zu Corona-Infizierten sollen zuerst anrufen!

Menschen, die in Risikogebieten waren, oder die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, sollen bei Symptomen nicht einfach beim Arzt oder im Krankenhaus vorbeikommen, sondern zuerst beim Arzt, beim Krankenhaus oder beim Reutlinger Gesundheitsamt anrufen!

Lesen Sie alle aktuellen Informationen aus der Pressekonferenz auch hier im Liveticker:

Donnerstag, 29. Oktober 2020
11:36 Deutscher Städtetag hält Corona-Maßnahmen für richtig
Der Deutsche Städtetag begrüßt die Maßnahmen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie: "Besser, jetzt entschlossen zu handeln, als später mit Versäumnissen zu hadern". [Weiterlesen]
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.Angesichts eines drohenden erneuten Lockdowns befürchten viele Händler im Südwesten drastische Umsatzeinbußen in den kommenden Wochen vor Weihnachten. „Jegliche Einschränkungen, auch Flächenbegrenzungen in diesem für die Händler extrem wichtigen Vorweihnachtsgeschäft, wird für tausende Betriebe - auch für gesunde mittelständische das Aus bedeuten“, sagt der Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), Hermann Hutter: „Jegliche Beschränkungen im Einzelhandel vor Weihnachten bedeutet das Aus für tausende Betriebe, auch für gesunde, mittelständische Händler“ [Weiterlesen]

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In einem Schreiben an die Regierenden der Länder setzt sich die European Waterpark Association (EWA) als Verband der europäischen Freizeitbäder und Thermen für eine differenziertere Betrachtung bei der Diskussion um einen möglichen zweiten Lockdown ein. Es gebe keinen Grund, öffentliche Bäder als Orte mit einem höheren Infektionsrisiko und zu betrachten und etwa auf eine Stufe mit Kneipen und Bars zu stellen. Die Erfahrungen während des Betriebs unter Pandemiebedingungen hätten das Gegenteil bewiesen: [Weiterlesen]

02:36 Harter Corona-Lockdown-Plan vom 04. bis 30. November: Vieles muss schließen, Einzelhandel wird verschont
In der Nacht zum Mittwoch sind die Bundes-Pläne für den zweiten Lockdown bekannt geworden: Er soll vom 04. bis 30. November 2020 gelten. Die Ministerpräsidenten müssen noch zustimmen. Schließen müssten demnach: Theater, Oper, Konzerthäuser, Sportanlagen, Fitnesstudios, Körperpflege, Schwimmbäder, Freizeitparks, Messen. Touristische Übernachtungen werden verboten. Gastronomie darf nur noch Abholservice anbieten. Einzelhandel bleibt unter Auflagen verschont. Friseure und Physiotherapie bleiben erlaubt. Schulen und Kitas bleiben offen - und werden besser geschützt. Nur noch Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich treffen. [Weiterlesen]
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Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart Marjoke Breuning warnt vor weiteren schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen für viele der rund 160.000 IHK-Mitgliedsbetriebe in der Region Stuttgart, sollte sich ein neuer Lockdown wie im Frühjahr dieses Jahres nicht vermeiden lassen. [Weiterlesen]

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Angesichts der stark steigenden Corona-Zahlen fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach einen bundesweiten Teil-Shutdown "für eine begrenzte Zeit". Mit offenen Schulen, aber geschlossenen Lokalen. Die Menschen seien zu sorglos. [Weiterlesen]

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Lockdown, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen haben die Mobilität verändert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind deutlich weniger Unfälle passiert. [Weiterlesen]
Montag, 26. Oktober 2020
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In Münsingen befinden sich derzeit Elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Ulmer Schlachthofs in Quarantäne. [Weiterlesen]
Sonntag, 25. Oktober 2020
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Der Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag, gegen die Pflicht im Schulunterricht eine Maske zu tragen, abgelehnt. [Weiterlesen]

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Das Gesundheitsamt Tübingen bekommt in der kommenden Woche Unterstützung von der Bundeswehr. Die Soldaten sollen bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten helfen. [Weiterlesen]
Samstag, 24. Oktober 2020
21:50 "Für Pflegekräfte eine Zumutung" - DIVI kritisiert Youtube-Kampagne des Bundesfamilienministeriums
"Deutschlands Intensivpfleger sind bestürzt über die neue Youtube-Kampagne des Bundesfamilienministeriums" - schreibt die Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in einer Presse-Info. Der Grund: Die fünfteilige Webserie „Ehrenpflegas" soll die Pflegeausbildung attraktiv darstellen. Zukünftige Pfleger würden aber teilweise absurd dargestellt. „Tatsächlich repräsentieren diese Videos weder den Arbeitsalltag eines Pflegenden, noch die Professionalität oder die Werte, für die die professionelle Pflege steht. Für ausgebildete und professionell arbeitende Pflegekräfte ist diese Miniserie eine Zumutung", so die DIVI. [Weiterlesen]

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Mittwoch, 21. Oktober 2020
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Dienstag, 20. Oktober 2020
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Seit Montag ist für das ganze Land Pandemiestufe 3 und damit die höchste beschlossene Stufe ausgerufen worden. Doch was kommt eigentlich danach? Ministerpräsident Kretschmann und Gesundheitsminister Lucha sprachen heute bei der Regierungspressekonferenz in Stuttgart über mögliche weitere Maßnahmen, aber auch über Themen wie Vor- und Nachteile des Föderalismus in Deutschland in Pandemie-Zeiten. [Weiterlesen]

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