Entwicklung eines Coronaimpfstoffes laufen auf Hochtouren
Sicherheit geht vor! Darum beschränken auch viele Firmen in der Region ihre Kontakte nach Außen auf ein Minimum. Die Tübinger CureVac AG ist eine davon. Das biopharmazeutische Unternehmen ist derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das grasierende Coronavirus. Und auch wenn wir vor Ort derzeit nicht drehen können, so wollen wir Ihnen den aktuellen Stand der Dinge dennoch nicht vorenthalten. Also haben wir kurzer Hand telefonisch nachgefragt.
Mittendrin, statt nur dabei! - Der Startschuss für die Entwicklung eines neuen Coronaimpfstoffes war im Januar gefallen. Nach einer genauen Analyse der Sequenz des neuen Virus – der Beginn eines jeden neuen Impfstoffes – ist man bei CureVac jetzt schon einen Schritt weiter.
In den vergangenen Tagen sei mit sogenannten "In Vivo"-Tests begonnen worden, erklärt uns CureVac Pressesprecher Thorsten Schüller. Bei diesen Tests würden mehrere Impfstoffkandidaten im Labor getestet und dann schaue man sich an, welche der Kandidaten das beste Wirkprofil zeigen würden. Diese würden dann selektiert und mit ihnen weitergearbeitet. Das erklärte Ziel sei es, dann im Juni in die klinische Entwicklung im Menschen zu gehen.
Eine besondere Herausforderung bei einem neuen Virus, das sich noch dazu so rasant auf der ganzen Welt ausbreitet wie Covid-neunzehn, ist natürlich die Zeit. Es soll schnell gehen. Doch ist der neue Impfstoff erstmal da und erfolgreich getestet, muss er erst noch von den entsprechenden Behörden zugelassen werden – ein Prozess, der mitunter Jahre dauern kann.
Man sei in intensiven Gesprächen mit dem Paul-Ehrlich-Institut, das bei Impfstoffen maßgeblich sei und empfange Signale das der Prozess deutlich abgekürzt werden könnte, so Schüller.
Entsprechend zuversichtlich zeigt man sich bei CureVac, dass der neue Coronaimpfstoff bereits Ende des Jahres/Anfang des nächsten Jahres auf dem Markt und für jedermann verfügbar sein könnte.
Der Pressesprecher kann sich vorstellen, dass besonders gefährdete Personen als erstes damit geimpft werden, beispielsweise Mediziner die viel in Kontakt kommen und dass in Regionen, wo das Virus besonders virulent sei, geimpft wird; dass vielleicht auch ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen primär geimpft werden.
Bis es soweit ist, helfen jedoch nur die hinlänglich bekannten Vorsorgemaßnahmen, wie Händewaschen und -desinfizieren um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden.
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