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Familie isoliert

Foto: pixelio.de - Simone Hainz Foto: pixelio.de - Simone Hainz
Kind an Corona-Virus erkrankt - Sechster Fall in Deutschland

In Bayern ist jetzt auch ein Kind am Corona-Virus erkrankt. Es hat sich wahrscheinlich bei seinem Vater angesteckt, der auch zu den inzwischen sechs bestätigten deutschen Fällen gehört. Unterdessen warten rund 100 Deutsche auf dem Flughafen im chinesischen Wuhan darauf, von der Bundeswehr ausgeflogen zu werden.

Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums teilte in München mit, dass am Freitagmittag ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um das älteste Kind eines Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Die fünfköpfige Familie wird in einem Krankenhaus isoliert betreut. Der Vater ist Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto aus dem Landkreis Starnberg, bei dem auch die anderen vier bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Die Personen hatten sich offenbar bei einer Kollegin aus China angesteckt, die zwischenzeitlich schon wieder abgereist war.

Damit gibt es insgesamt sechs Coronavirus-Fälle in Deutschland. Alle Betroffenen befinden sich nach Ärzte-Angaben derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei Webasto arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag keinen weiteren positiven Befund. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollen sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden.

Bundeswehr fliegt Deutsche aus China aus

Unterdessen wollen sich etwa 100 Deutsche aus China ausfliegen lassen. Sie warten auf dem Flughafen von Wuhan auf die Bundeswehr-Maschine, die voraussichtlich Samstagmorgen eintreffen wird.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreut die mehr als 100 deutschen Staatsangehörigen, die nach dem Heimflug in Germersheim in Rheinland-Pfalz untergebracht werden sollen. "Als nationale Hilfsgesellschaft steht das DRK der Bundesregierung bei allen Maßnahmen, die eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus verhindern können, gerne zur Seite", sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Das DRK übernehme den Transfer vom Flughafen Frankfurt in eine Einrichtung in Germersheim, die soziale Betreuung vor Ort sowie die Durchführung regelmäßiger Screenings und eventuell anfallender erster medizinischer Maßnahmen.

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(Zuletzt geändert: Mittwoch, 26.02.20 - 11:44 Uhr   -   17724 mal angesehen)

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