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Tübingen

Foto: RTF.1
Waffengewalt in den USA - Ausstellung der Künstlerin Kathy Shorr im d.a.i.

Erst gestern passierte in den USA der letzte Angriff mit Schusswaffen auf eine Zeitungsredaktion in der Nähe von Washington. Immer wieder geschehen solche Schießereien in Amerika. Im d.a.i. in Tübingen gibt es ab dem heutigen Freitag eine Ausstellung unter dem Titel "Shot: 101 Survivors of Gun Violence in America" zu deutsch "Angeschossen: 101 Überlebende von Waffengewalt in Amerika" von der Fotografin und Künstlerin Kathy Shorr, die sich mit den Überlebenden von Waffengewalt auseinandersetzt.

Schießereien wie in Parkland oder in einer Kirche in Charleston sind immer wieder ein Thema, dass die Medien aufgreifen. Dabei geht es aber häufig um die Täter und die Opfer, die bei den Angriffen ums Leben kamen. Daraus zog die Fotografin Kathy Shorr unter anderem ihre Inspiration. Man würde sich nie gedanken über die Überlebenden nachdem so etwas passiert ist. Die Leute würden nur denken: Sie sind am Leben, denen geht es gut. Sie interessiere aber die Frage wie diese Menschen es geschafft haben das Geschehen zu verarbeiten und was ihn passiert ist. Denn wenn jemand etwas über Waffengewalt sagen können, dann seien es genau die Menschen, die diese überlebt haben.

Diese Herangehensweise faszinierte auch Dr. Ute Bechdolf, Direktorin des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Tübingen, die bereits vor über einen Jahr auf das Projekt der Künstlerin aufmerksam wurde. Sie sei beeindruckt von der Art, in der die Bilder versuchen eine Geschichte zu erzählen indem sie die Betroffenen zurück an die Orte der Tat führt und diese dort interviewt und fotografiert.

Die Waffenproblematik existiert in den USA schon seit Jahren. Mittlerweile schafft es die Diskussion über Waffengesetze und Waffengewalt auch in den Mainstream und in die Pop-Kultur. Eine Entwicklung, die sich Kathy Shorr so erklärt:

„Ich glaube einer der ausschlaggebenden Punkte, warum die Menschen aktiver über diese Problematik nachdenken, ist das Waffengewalt auch immer häufiger in Schulen geschieht. Und das sie jungen Menschen geschieht. Und Menschen die Kinder haben oder Kinder lieben, wollen nicht hören, dass Kinder, unschuldige Kinder, zu Opfern einer verrückten, wütenden Person werden. Die auch noch eine Waffe hat."

Insgesamt sind 45 Bilder der Künstlerin ausgestellt. Das d.a.i hat seine Tore noch bis Ende Juli und im September für Besucher der Ausstellung geöffnet. Auf Nachfrage bietet das Institut Führungen für Gruppen und Schulklassen an.


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