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Reutlingen

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125 Jahre - Hilfsverein für seelische Gesundheit feiert Jubiläum

"Wir feiern nicht einen Verein, wir feiern eine Idee" - das sagte der Vorsitzende des Hilfsvereins für seelische Gesundheit Dr. Gerhard Längle bei der Feier zum 125 Jährigen Bestehen des Hilfsvereins für seelische Gesundheit in Reutlingen. Die Idee des Vereins: Hilfe für psychisch kranke Menschen anbieten.

200.000 Euro stellt der Landtag jedes Jahr bereit, um Selbsthilfegruppen zu unterstützen. Damit das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird, gibt es den Hilfsverein für seelische Gesundheit. Rainer Höflacher ist in einer Selbsthilfegruppe aktiv und außerdem Vorsitzender des Landesverbandes Psychiatrieerfahrener in Baden-Württemberg. Er freut sich über die Unterstützung, die seine Gruppe bekommt und erklärt, wer mitmachen kann.

Laut ihm sei das einzige Kriterium das Gefühl einer psychischen Belastung. Die Gruppe trage zwar den Namen "Psychiatrieerfahrene", was bedeute, dass man bereits in der Vergangenheit Behandlung war, allerdings werde niemand weggeschickt, wenn dies nicht zutreffe. Jeder müsse selbst entscheiden, ob er sich so belastet fühlt, dass er in die Selbsthilfegruppe eintreten möchte.

Wenn ein Mensch an einer psychischen Krankheit leidet, dann ist das auch eine Herausforderung für die Angehörigen. Der Ehemann von Ingrid Rakoczy leidet unter einer psychischen Krankheit. Unter anderem deshalb engagiert sie sich als Vorstand im Landesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen in Baden-Württemberg.

Sie ist dem Landesverband beigetreten, weil das Thema "Psychische Erkrankungen" in der Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema sei und es hilfreich für sie ist, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

Ein ausführliches Gespräch miteinander kann für die Angehörigen einer Selbsthilfegruppe viel bewirken. Genau deshalb ist der Vorsitzende des Vereins Gerhard Längle auch immer bereit, neue Selbsthilfegruppen zu unterstützen.

Wenn sich Menschen regelmäßig treffen, gegenseitig unterstützen und einer davon die Initiative ergreift und ein Konto zur Verfügung stellt, könne tatsächlich Unterstützung geleistet werden, so Längle. Am Rednerpult appellierte Gerhard Längle an die anwesenden Reutlinger Landtagsabgeordneten Thomas Poreski von den Grünen und Ramazan Selcuk von der SPD, dafür zu sorgen, dass das Land auch weiterhin jedes Jahr 200.000 Euro für die Selbsthilfegruppen bereitstellt. Hier werde gute und wichtige Arbeit geleistet.

(Zuletzt geändert: Freitag, 03.07.20 - 16:38 Uhr   -   335 mal angesehen)

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