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Tübingen

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Herausforderungen in der Landwirtschaft

Der letzte heiße Sommer ist uns allen noch in Erinnerung und auch die auftretenden Wetterextreme wie Tornados oder sintflutartige Regenfälle zeigen es deutlich - das Klima wandelt sich. Aber was bedeutet der Klimawandel für die regionale Landwirtschaft? Um sich ein Bild vor Ort zu machen besuchte der grüne Landtagsabgeordnete Daniel Lede Abal den Kreuzberger Hof in Tübingen-Hagelloch.

Im Rahmen seiner Sommertour informierte sich Lede Abal über die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft im Zuge des Klimawandels. In einem Rundgang über seinen Hof erläuterte Landwirt Christian Reutter die aktuelle Situation. Während des Rundgangs und auch danach gab es lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmern. Dabei betonte Lede Abal, dass auf dem Weg hin zu einer ökologischen und klimafreundlichen Landwirtschaft alle Gesellschaftsbereiche mitgenommen werden müssen. Denn nur so könnten wir dem Klimawandel etwas entgegenstellen. Landwirt Christian Reutter erzählte den Besuchern vor welchen Herausforderungen die Landwirtschaft hier in der Region stehe. Dabei nannte er auch explizit den Klimawandel, denn auf regionaler Ebene mache sich dieser ebenfalls bemerkbar.

Christian Reutter, Landwirt Kreuzberger Hof: "An den Extremen haben wir schon gemerkt, das etwas nicht stimmt. Auch haben wir schon überlegt, was pflanzen wir an. Eher spätere Weizensorten oder doch eine frühe Weizenart. Früher hat man immer gesagt, die Ernte die läuft, nun muss man überlegen, wie man in kurzer Zeit die Ernte einfährt, weil es möglicherweise nur eine Woche schönes Wetter gibt, dann hat man wieder sechs Wochen keinen Regen, wenn man ihn bräuchte. Man sieht, es bewegt sich was."

Reutter betonte weiter, dass nicht nur die Klimaextreme den Landwirten zu schaffen machen, sondern auch die Ansprüche von Seiten der Politik, des Umweltschutzes und auch der Gesellschaft. So möchten diese mehr ökologische Landwirtschaft und Bioprodukte, gleichzeitig haben in der Lokalpolitik die Gemeinden bestimmte Vorstellungen, wie die verpachteten Gemeindeäcker aussehen sollen. Es äußert sich beispielsweise darin, dass auf diesen Äckern ökologisch angebaut werden solle, aber das Unkraut wie Diesteln entfernt werden sollen, da es landschaftlich nicht ansprechen aussehe. Die Landwirte stecken, wenn man die öffentlichen Diskussion gerade in den letzten Monaten verfolgt, in der Daumenschraube, da sie von allen Seiten bedrängt werden.

Christian Reutter, Landwirt Kreuzberger Hof: "Da sprechen Sie die Seele die Landwirtschaft an, egal ob konventionelle oder ökologische Landwirtschaft. Die Ansprüche, die ideologischen Ansprüche an die Landwirtschaft sind soweit weg von der Realität, dass man schreit "Herr schmeiß Hirn ra". Wenn man die Augen schließt, dann fragt man sich woher sollen es die Leute auch wissen. Ich habe erlebt, dass Leute vor einer Schale Weizen stehen und mich dann fragen, was denn dies sei."

Er selber habe sich ganz bewusst entschieden auf ökologische Landwirtschaft umzusteigen.


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