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Reutlingen

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Der Reutlinger Gemeinderat mutschelt

"(...) drom schmeckt e Mutschel halt zom Woi So donderschlächtig guat." Diese Zeile stammt aus dem Gedicht "Dr Reutlinger Mutscheltag" von Heinz Eugen Schramm. Und auch dieses Jahr wurde sicherlich nicht nur beim Reutlinger Gemeinderat um das traditionelle Mürbeteiggebäck leidenschaftlich gespielt.

In Reutlingen steht der erste Donnerstag nach dem Dreikönigstag ganz im Zeichen der Mutschel. Auch im Reutlinger Gemeinderat wurde kräftig gemutschelt. Und das ist die Trophäe, um die gekämpft wird – die Mutschel. Es handelt sich hierbei um ein traditionelles sternförmiges Gebäck aus Reutlingen.

Der Ursprung der Mutschel soll im 14. Jahrhundert liegen. Aber was die Form angeht, da gibt es mehrere Deutungen. Manch einer glaubt, dass die achtzackige Form mit der Erhebung in der Mitte den Reutlinger Hausberg, die "Achalm", samt den wichtigsten Handwerkszünften darstellt. Andere Quellen sagen, dass die Mutschel den Stern der Weisen aus dem Morgenland abbildet.

Seit dem 17. Jahrhundert wird in der ehemaligen freien Reichsstadt um das salzige Mürbeteiggebäck gewürfelt. In Reutlingen spielt und kämpft man in diversen Würfelspielen wie "Der Wächter bläst vom Turm" oder "Einsame Filzlaus" um eine Mutschel.

Aber nicht nur das Gebäck ist traditionell, sondern auch Geselligkeit und ein deftiges Essen.


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